KI-Souveränitäts-Check
Welche Abläufe in eurem Betrieb hängen an welchem KI- oder Cloud-Anbieter, und was passiert, wenn dort ein Modell abgeschaltet wird, die Preise steigen oder sich die Rechtslage ändert? Wir erfassen alle Abhängigkeiten, bewerten sie und messen nach, ob ein kritischer Ablauf auch mit einem EU- oder lokalen Modell funktioniert.
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Worum es geht
Viele Betriebe nutzen KI inzwischen an mehreren Stellen: ein Chatbot auf der Website, ein Werkzeug im Postfach, eine Anbindung im ERP, eigene GPTs im Vertrieb. Was dabei selten jemand aufschreibt: an welchem Anbieter jeder dieser Abläufe hängt, welche Daten dorthin gehen und was passiert, wenn sich beim Anbieter etwas ändert.
Dass sich etwas ändert, ist kein theoretischer Fall. OpenAI nimmt am 23. Oktober 2026 eine ganze Reihe älterer Modelle aus der API, mit ihnen verschwinden darauf feingetunte Modelle (OpenAI schaltet GPT-4 und o1 am 23. Oktober ab). Eigene GPTs werden am 11. Dezember 2026 eingestellt (Custom GPTs: Abschaltung am 11. Dezember). Und bei offenen Modellen entscheidet die Lizenz, ob ein Unternehmen in der EU sie überhaupt nutzen darf (Beispiel Llama 4).
Der Souveränitäts-Check macht aus diesen Einzelfällen eine Übersicht für euren Betrieb, und für die wichtigsten Abläufe einen geprüften Plan B.
Drei Stufen
Souveränitäts-Check
2.490 € netto · Festpreis · Bericht mit Ampel je Abhängigkeit
- Gespräch mit Geschäftsführung, IT und den Fachbereichen, die KI nutzen
- Inventar aller KI- und Cloud-Dienste: Modelle, Schnittstellen, Verträge, eigene GPTs und Plugins
- Je Dienst: welche Daten dorthin gehen, wo sie verarbeitet werden und unter welchem Recht der Anbieter steht
- Bewertung nach Abschaltrisiko, Preis- und Vertragsrisiko, Wechselkosten und möglichem Behördenzugriff
- Liste der Abläufe, bei denen ein Ausfall wirklich weh täte
- Präsentation der Ergebnisse mit Empfehlung, wo ein Ausweichweg-Test lohnt
Ausweichweg-Test
1.900 € netto je Ablauf · Ergebnis: geht, geht mit Nacharbeit, geht nicht
Wir nehmen einen kritischen Ablauf, zum Beispiel das Vorsortieren des Posteingangs oder den Entwurf von Angeboten, und lassen ihn mit 20 bis 50 echten Beispielen aus eurem Betrieb auf dem bisherigen Modell und auf einem EU- oder lokalen Modell laufen. Verglichen wird das Ergebnis, nicht das Datenblatt.
Umbau
Nach Aufwand, typisch 4.900 bis 14.900 € netto
Wo der Test zeigt, dass ein Wechsel geht, bauen wir so um, dass der nächste Wechsel nur noch eine Einstellung ist: Modellname aus dem Code in die Konfiguration, eine Vermittlungsschicht zwischen euren Abläufen und den Modellen, für vertrauliche Daten ein Modell auf eurem eigenen Server. Wie das grundsätzlich funktioniert, beschreiben wir unter Vendor-Lock-in vermeiden und OpenRouter im Unternehmen.
Rechtliche Anlässe, nüchtern betrachtet
US CLOUD Act. Nach 18 U.S.C. § 2713 müssen Anbieter, die unter dieses Gesetz fallen, Inhalte und Kundendaten in ihrem Besitz, Gewahrsam oder ihrer Kontrolle herausgeben, „regardless of whether such communication, record, or other information is located within or outside of the United States“. Das heißt nicht, dass US-Anbieter verboten wären. Es heißt, dass der Serverstandort allein nicht die ganze Antwort ist. Die rechtliche Bewertung eurer Datenflüsse bleibt bei eurem Datenschutzbeauftragten oder eurer Rechtsberatung, der Check liefert ihnen die Grundlage.
EU Data Act. Seit dem 12. September 2025 müssen Anbieter von Datenverarbeitungsdiensten Hindernisse beseitigen, die Kunden am Wechsel zu einem anderen Anbieter oder zu eigener Infrastruktur hindern (Art. 23). Ab dem 12. Januar 2027 dürfen sie für den Vollzug des Wechsels keine Wechselentgelte mehr erheben (Art. 29 Abs. 1). Ein guter Zeitpunkt, um zu wissen, wohin ihr wechseln würdet.
Was ihr danach in der Hand habt
Eine Liste aller KI- und Cloud-Dienste in eurem Betrieb mit den Daten, die dorthin gehen, eine Ampel je Abhängigkeit und für die getesteten Abläufe das gemessene Ergebnis auf einem zweiten Modell. Damit könnt ihr entscheiden, statt im Fall einer Abschaltung zu reagieren, und ihr habt Unterlagen, wenn ein Kunde, ein Prüfer oder euer Datenschutzbeauftragter fragt.
Wofür wir nicht die Richtigen sind
- Rechtsgutachten. Wir bewerten technische und vertragliche Abhängigkeiten. Ob eine bestimmte Datenübermittlung zulässig ist, beurteilt eure Rechtsberatung.
- Pauschale Ausstiegsberatung. Wir empfehlen keinen Wechsel um des Wechsels willen. Wenn euer bisheriger Anbieter die beste Lösung bleibt, steht das so im Bericht.
- Migration eurer gesamten Cloud-Infrastruktur. Wir kümmern uns um die KI-Abläufe. Den Umzug von Servern, Postfächern und Dateiablagen machen euer IT-Dienstleister oder Systemhaus.
Für wen das passt
Besonders für Betriebe mit Geheimhaltungspflichten oder vertraulichen Daten, etwa Kanzleien, Steuerberatung, Stadtwerke und Hersteller mit viel eigenem Know-how wie im Maschinenbau. Wer vertrauliche Daten grundsätzlich im eigenen Haus verarbeiten will, findet unter KI auf eigenem Server den Hintergrund.
Klingt nach eurem Fall? In 30 Minuten wisst ihr, ob KI-Souveränitäts-Check passt.
Termin aussuchenHäufige Fragen
Müssen wir von US-Anbietern weg?
Nein. Der Check sagt nicht, dass ihr wechseln müsst. Er zeigt, wo ihr abhängig seid, wie teuer ein Wechsel wäre und ob es für die wichtigsten Abläufe einen funktionierenden Ausweichweg gibt. Ob und wann ihr ihn geht, entscheidet ihr.
Was hat der US CLOUD Act damit zu tun?
Nach 18 U.S.C. § 2713 müssen Anbieter, die unter dieses Gesetz fallen, Daten in ihrem Besitz, Gewahrsam oder ihrer Kontrolle herausgeben, unabhängig davon, ob die Daten innerhalb oder außerhalb der USA gespeichert sind. Ein Serverstandort in der EU ist deshalb nicht automatisch die ganze Antwort. Wie das für eure Anbieter und eure Daten rechtlich zu bewerten ist, klärt ihr mit eurem Datenschutzbeauftragten oder eurer Rechtsberatung. Wir liefern die technische Bestandsaufnahme dafür.
Wird ein Anbieterwechsel billiger?
Bei Cloud- und anderen Datenverarbeitungsdiensten ja. Nach Art. 29 des EU Data Act dürfen Anbieter ab dem 12. Januar 2027 für den Vollzug eines Anbieterwechsels keine Wechselentgelte mehr erheben. Bis dahin dürfen sie nur ermäßigte Entgelte verlangen, die ihre unmittelbaren Kosten nicht übersteigen. Ob ein bestimmter KI-Dienst darunter fällt, hängt vom Dienst ab.
Sind EU- oder lokale Modelle genauso gut?
Für manche Aufgaben ja, für manche nicht. Deshalb versprechen wir das nicht vorab, sondern messen es nach: derselbe Ablauf, mit euren echten Beispielen, auf dem bisherigen und einem zweiten Modell. Das Ergebnis lautet dann geht, geht mit Nacharbeit oder geht nicht.
Verkauft ihr uns am Ende eine bestimmte Plattform?
Nein. Der Check ist anbieterneutral, und wir nehmen keine Provisionen von Plattformanbietern. Wenn euer bisheriger Anbieter die beste Lösung bleibt, steht das so im Bericht.
Passt das zu eurem Projekt?
30-Minuten-Erstgespräch — wir hören eurem Use-Case zu und sagen klar, ob KI-Souveränitäts-Check der richtige Hebel ist oder etwas anderes besser passt.
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