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#CustomGPT#ChatGPT#OpenAI#Plugins#Skills#KI im Team

Eigene GPTs werden am 11. Dezember abgeschaltet: was Betriebe bis dahin tun müssen

OpenAI stellt eigene GPTs zum 11. Dezember 2026 ein und macht aus ihnen Plugins. Wir haben die Hilfeseiten von OpenAI am 28. September gelesen: welche Termine gelten, was beim Umzug mitkommt, was verloren geht, warum Aktionen neu gebaut werden müssen, und wie Sie in den verbleibenden 73 Tagen vorgehen.

Annett Krusch
Eigene GPTs werden am 11. Dezember abgeschaltet: was Betriebe bis dahin tun müssen (Mit KI erzeugtes Bild)Mit KI erzeugtes Bild. Mehr zur KI-Transparenz

Die kurze Antwort zuerst. OpenAI schaltet eigene GPTs, im Alltag meist CustomGPTs genannt, am 11. Dezember 2026 ab. Das gilt für alle ChatGPT-Tarife. Wer einen GPT gebaut hat, soll ihn vorher in ein Plugin umziehen. Die Anweisungen werden dabei zu einem Skill, die Dateien kommen mit. Eigene Aktionen, die Freigaben für Kollegen und die bisherigen Unterhaltungen kommen nicht mit. Vom Erscheinen dieses Beitrags am 29. September bis zur Abschaltung sind es 73 Tage.

Alle Angaben unten stammen aus den Hilfeseiten von OpenAI, abgerufen am 28. September 2026. OpenAI schreibt selbst, dass sich Termine noch ändern können. Maßgeblich ist der Hinweis, den Sie in Ihrem Konto oder Workspace sehen.

Die Termine

Für alle Tarife gilt der 11. Dezember 2026. Für Enterprise hat OpenAI einen genaueren Fahrplan veröffentlicht:

Datum Was passiert (Enterprise)
11.09.2026 Hinweis an die Admins
22.09.2026 Ziel für Umzugsfunktion und Hinweisbanner, ausdrücklich ohne Garantie für jeden Workspace
01.10.2026 Ziel für das Banner in Workspaces, die spätere Banner gewählt hatten
26.10.2026 (geplant) Neue GPTs lassen sich nicht mehr anlegen
11.12.2026 Abschaltung, GPTs und ihre Seiten sind nicht mehr erreichbar
11.02.2027 Abschaltung für Workspaces mit genehmigter Verschiebung

Der 26. Oktober ist der Termin, den man leicht übersieht. Ab dann entstehen in Enterprise-Workspaces keine neuen GPTs mehr. Bestehende, noch nicht umgezogene GPTs lassen sich weiter bearbeiten. Entwürfe, die Sie umziehen wollen, müssen aber vorher veröffentlicht sein, denn der Umzug nimmt nur die zuletzt veröffentlichte Fassung. Veröffentlichen heißt dabei nicht öffentlich teilen. Vom 29. September bis zum 26. Oktober sind es 27 Tage.

Die Verschiebung bis Februar 2027 gilt nur für Workspaces, die sie beantragt und genehmigt bekommen haben. Die Standard-Mails an Admins nennen laut OpenAI immer die Standardtermine, auch wenn ein Workspace verschoben wurde.

Was beim Umzug mitkommt und was nicht

Wir haben im September geschrieben, ein CustomGPT sei Konfiguration und keine Software. Der Umzug bestätigt das auf eine ziemlich genaue Weise. Was Konfiguration war, kommt mit. Was ihn im Betrieb erst nützlich gemacht hat, muss neu eingerichtet werden.

Teil des GPT Im Plugin
Anweisungen werden zu einem Skill im Plugin
Wissensdateien werden als Referenzdateien kopiert
Verbundene Apps werden als Apps ins Plugin übernommen
Eigene Aktionen (Custom Actions) nicht übertragen, müssen neu gebaut werden
Gewähltes Modell nicht übertragen; bei Enterprise gelten die Vorgaben des Workspace
Freigaben für andere Nutzer nicht übertragen, das Plugin startet privat
Bisherige Unterhaltungen bleiben beim alten GPT, bis er abgeschaltet wird
Entwürfe, unveröffentlichte Änderungen nicht übertragen

Nach dem Umzug bleibt der alte GPT bis zur Abschaltung benutzbar, ist aber schreibgeschützt. Sein Ersteller kann ihn dann auch nicht mehr löschen. Jede weitere Änderung gehört ins Plugin. Wer also noch an den Anweisungen feilen will, sollte das vor dem Umzug tun.

Der Umzug installiert das Plugin nicht automatisch bei anderen und gibt niemandem Zugriff. Wer einen GPT bisher mit zehn Kollegen geteilt hat, muss das Plugin neu freigeben, und die Kollegen müssen es installieren. OpenAI rät, vorher zu prüfen, ob die Kollegen es tatsächlich öffnen und benutzen können.

Der aufwendige Teil: eigene Aktionen

Eine Aktion ist der Teil eines GPT, der eine fremde Schnittstelle aufruft, etwa ein CRM, ein Ticketsystem oder eine eigene Datenbank. Genau diese Teile überträgt der Umzug nicht. OpenAI schreibt, man solle zuerst prüfen, ob eine vorhandene App die nötigen Aufgaben abdeckt. Sonst könne der Nachbau einen eigenen MCP-Server und technische Einrichtung erfordern. Und man solle nicht davon ausgehen, dass der Nachbau alles kann, was die alte Aktion konnte.

Für einen Betrieb heißt das: Ein GPT, der nur Text formuliert, ist in einer Stunde umgezogen und getestet. Ein GPT, der Kundendaten nachschlägt oder Aufträge anlegt, ist ein kleines Softwareprojekt. Dazu gehört dann auch, dass jemand die Berechtigungen des neuen Zugangs prüft. OpenAI empfiehlt für solche GPTs ausdrücklich, die zuständigen Technik- und Sicherheitsleute einzubeziehen. Wie ein MCP-Server funktioniert und was er darf, erklären wir im Beitrag zu MCP-Servern.

Installierte Apps im Plugin verlangen weiterhin ihre eigene Anmeldung und ihre eigenen Freigaben. Ein Plugin kann über eine App nichts sehen, was das verbundene Konto nicht auch sehen dürfte.

Wer den GPT gebaut hat, zieht um

Umziehen darf nur, wer den GPT erstellt hat. In Enterprise-Workspaces kann das zusätzlich ein Admin, wenn die Funktion freigeschaltet ist. Wer einen fremden GPT nur benutzt, kann und muss nichts umziehen, sollte aber den Hinweis am GPT und die Angaben des Erstellers zum Ersatz lesen.

Zwei Fälle erzeugen im Alltag Verwirrung. Erstens gilt der Zeitplan des Kontos, in dem der GPT entstanden ist, nicht der des Kontos, aus dem Sie ihn benutzen. Zweitens betrifft der Enterprise-Übergang auch öffentliche GPTs, die in einem Enterprise-Workspace gebaut wurden, selbst wenn Sie sie mit einem privaten Konto nutzen.

Den Umzug starten Sie unter Meine GPTs mit Migrate to plugin, sobald die Funktion für Ihr Konto freigeschaltet ist. Fehlt der Knopf, ist das laut OpenAI vor der Freischaltung kein Fehler. Im Enterprise-Workspace sollte der Admin prüfen, ob Plugins aktiviert sind, der GPT veröffentlicht ist und Sie Ersteller oder Admin sind.

Für den Umzug selbst braucht es in Enterprise keine Berechtigung zum Hochladen von Plugins. Zum Teilen braucht es Share plugins, zum Veröffentlichen im Workspace-Verzeichnis Publish plugins to workspace, und zum Benutzen Use plugins. Das sind getrennte Rechte, die ein Admin bewusst vergeben sollte.

Eine Lücke in den Quellen wollen wir nicht verschweigen. Die Hilfeseite zu Skills nennt als berechtigte Tarife Business, Enterprise, Healthcare und Edu. Die Seite zur Abschaltung sagt, der Übergang betreffe alle Tarife, und verweist für Umzug und Plugin-Zugang auf den Hinweis im eigenen Konto. Wie das für Plus- oder Gratis-Konten konkret aussieht, beschreibt OpenAI nicht.

Kosten in Enterprise

Einen umgezogenen GPT ohne Apps im Instant-Chat zu benutzen, kostet in Enterprise laut OpenAI nichts zusätzlich. Plugins im Gespräch anzulegen und zu bearbeiten läuft über Work oder Codex, und Aktionen in Work verbrauchen Credits. Für einen Workspace mit vielen GPTs ist das eine Position, die man vorher mit dem Admin klären sollte.

So gehen wir vor: Inventur, Umzug, Vergleich

Die folgende Reihenfolge empfehlen wir Kunden, die mehr als eine Handvoll GPTs im Einsatz haben. Sie folgt den Hinweisen von OpenAI, ergänzt um das, was in der Praxis vergessen wird.

1. Inventur. Eine Tabelle mit einer Zeile je GPT reicht:

Spalte Warum
Name und Ersteller nur der Ersteller (oder ein Admin) kann umziehen
In welchem Konto erstellt dessen Zeitplan gilt
Wer ihn nutzt diese Leute brauchen das Plugin neu freigegeben
Hat eigene Aktionen? wenn ja, Nachbau einplanen
Entwurf offen? vor dem Umzug veröffentlichen
Wird er noch gebraucht? nicht jeder GPT muss umziehen

Die letzte Spalte ist die ehrlichste. In vielen Teams gibt es GPTs, die einmal gebaut und seit Monaten nicht mehr geöffnet wurden. Die dürfen am 11. Dezember einfach verschwinden.

2. Vergleichsfragen sichern, bevor Sie umziehen. OpenAI rät, ein paar vertraute Anfragen zu speichern und nach dem Umzug die Ergebnisse zu vergleichen, dazu mindestens einen schwierigeren Fall. Wir würden das schriftlich machen: je GPT drei bis fünf echte Anfragen aus dem Alltag, dazu die bisherige Antwort als Kopie. Sonst vergleicht man nachher mit der Erinnerung, und die ist großzügig.

3. Umziehen und prüfen. Nach dem Umzug nennt OpenAI vier Punkte zur Kontrolle: ob das Plugin den richtigen Skill wählt und den Anweisungen folgt, ob es die erwarteten Referenzdateien nutzt, ob die Antworten vollständig und im richtigen Format kommen, und ob die nötigen Werkzeuge und Verbindungen da sind. Weil das Modell nicht mitkommt, können Antworten anders ausfallen, auch wenn Anweisungen und Dateien gleich sind.

4. Erst dann freigeben. Das Plugin ist privat, bis Sie es teilen. Geben Sie es zuerst einer Person, die den GPT täglich benutzt hat, und lassen Sie sie installieren und testen. Erst danach alle anderen.

Was der Wechsel über die Richtung sagt

Aus einem GPT wird ein Skill in einem Plugin. Dasselbe Wort benutzen inzwischen auch Anthropic und Google: Google stellt die Gems in Gemini ebenfalls auf Skills um, für Firmenkonten im März 2027, wie wir in einem eigenen Beitrag zu Gemini Gems und Skills zusammengefasst haben. Wie Skills bei Claude aussehen, zeigt unser Beitrag zu Claude Cowork und Skills.

Für die Planung heißt das vor allem eins: Die eigentliche Arbeit steckt in den Anweisungen und den Beispielen, und die sollten nicht nur im Werkzeug eines Anbieters liegen. Wer seine Anweisungen als Textdatei im eigenen Laufwerk oder in Git führt, hat beim nächsten Wechsel weniger Arbeit.

Ehrliche Grenzen

Wir haben den Umzug nicht selbst durchgespielt. Die Umzugsfunktion wird laut OpenAI schrittweise freigeschaltet, und dieser Beitrag beschreibt, was OpenAI dazu veröffentlicht hat, nicht, wie sich ein umgezogenes Plugin im Alltag schlägt. Die Enterprise-Termine sind als Ziele und Planungen bezeichnet. Ob ein Plugin für Ihren Einsatz datenschutzrechtlich trägt, hängt von Vertrag und Daten ab; einen Einstieg gibt unser Text zur Auftragsverarbeitung mit KI-Anbietern.

Wenn Sie mehrere GPTs mit eigenen Aktionen im Einsatz haben und den Nachbau nicht selbst machen wollen, ist das die Art Arbeit, bei der wir helfen: Schnittstelle prüfen, MCP-Server bauen, Berechtigungen eng setzen, testen. Sprechen Sie uns über das Kontaktformular an.

Quellen

Alle abgerufen am 28.09.2026.

Stand: 28. September 2026. Die Tageszahlen (73 Tage bis zum 11.12.2026, 27 Tage bis zum 26.10.2026) sind ab dem Erscheinungstag 29.09.2026 gezählt.

Häufige Fragen

Wann werden Custom GPTs abgeschaltet?
Laut OpenAI am 11. Dezember 2026, für alle ChatGPT-Tarife. Nur Enterprise-Workspaces mit einer genehmigten Verschiebung bekommen Zeit bis zum 11. Februar 2027. Ab dem jeweiligen Datum sind die GPTs und ihre GPT-Seiten nicht mehr erreichbar. OpenAI schreibt ausdrücklich, dass sich die Termine noch ändern können; maßgeblich ist der Hinweis im eigenen Konto.
Was wird aus meinem GPT?
Ein Plugin. Beim Umzug werden die Anweisungen des GPT zu einem Skill im Plugin, die Wissensdateien zu Referenzdateien, verbundene Apps werden als Apps übernommen. Nicht übernommen werden eigene Aktionen (Custom Actions), das gewählte Modell, die Freigaben für andere Nutzer und die bisherigen Unterhaltungen. Das neue Plugin ist zunächst privat.
Was passiert mit Custom Actions beim Umzug?
Sie werden nicht übertragen. Alles, was an einer Aktion hängt, funktioniert im Plugin erst, wenn Sie Ersatz eingerichtet haben. OpenAI empfiehlt, zuerst nach einer passenden fertigen App zu suchen; sonst kann der Nachbau einen eigenen MCP-Server und technische Einrichtung erfordern. Für diese GPTs sollten Sie deutlich mehr Zeit einplanen.
Muss ich etwas tun, wenn ich nur fremde GPTs nutze?
Umziehen können Sie einen fremden GPT nicht, das darf nur, wer ihn gebaut hat, im Enterprise-Workspace auch ein Admin. Sie sollten aber den Hinweis am GPT und die Angaben seines Erstellers zum Ersatz lesen. Der Zugriff auf den alten GPT gibt Ihnen nicht automatisch Zugriff auf das neue Plugin.
Kann ich nach dem Umzug den alten GPT weiter bearbeiten?
Nein. Nach dem Umzug bleibt der alte GPT bis zum Abschaltdatum nutzbar, ist aber schreibgeschützt und kann von seinem Ersteller nicht mehr gelöscht werden. Übernommen wird nur die zuletzt veröffentlichte Fassung; Entwürfe gehen nicht mit. Wichtige Änderungen gehören deshalb vor den Umzug.

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