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Entsorgung & Kreislaufwirtschaft

Störstofferkennung mit KI: wie sie funktioniert, wo sie hilft, wo nicht

Störstofferkennung mit KI: wie sie funktioniert, wo sie hilft, wo nicht (Mit KI erzeugtes Bild) Mit KI erzeugtes Bild. Mehr zur KI-Transparenz

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Gasflasche im Müllbunker, Akku am Band, Plastiktüte im Bioabfall: Wir zeigen, wie Störstofferkennung mit KI arbeitet, wo die Kamera hängen muss und was sie grundsätzlich nicht sehen kann.
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Eine Gasflasche fällt vom Lastwagen in den Müllbunker. Für einen Moment liegt sie frei, von oben sichtbar. Dann kommt die nächste Ladung darüber. Wer sie finden will, hat hier die beste Gelegenheit. Störstofferkennung mit KI heißt: Eine Kamera nimmt den Abfall auf, ein angelerntes Bildmodell meldet, was dort nicht hingehört, mit Bild und Zeitpunkt. Sie sieht, wie etwas aussieht. Nicht, woraus es ist. Merken Sie sich das. Was nicht hingehört, hängt vom Ort ab. In der Kompostierung ist es die Plastiktüte im Bioabfall. In der Sortieranlage der Akku. Im Müllheizkraftwerk die Gasflasche. Vor dem Schredder alles, was die Maschine beschädigt oder zündet. Beim Bioabfall ist es geregelt. Seit Mai 2025 regelt die Bioabfallverordnung die Fremdstoffentfrachtung vor der Behandlung, und sie verlangt eine Sichtkontrolle bei jeder Anlieferung. Technisch läuft es überall ähnlich. Das Modell sucht im Videostrom nach angelernten Klassen und gibt zu jedem Fund einen Konfidenzwert aus. Eine Schwelle entscheidet, was gemeldet wird. Bewegtes Material wird verfolgt, damit ein Gegenstand einen Hinweis auslöst und nicht zwanzig. Deshalb zählt der Ort. Am Band liegt das Material dünn. An der Kippstelle fällt es auseinander, und über die Waage lässt sich der Fund einer Anlieferung zuordnen. Dort bauen wir, nicht am Sammelfahrzeug. Und jetzt, was die Kamera nicht sieht. Eine kompostierbare Tüte sieht aus wie eine herkömmliche. Ob eine Kartusche gefüllt ist, zeigt kein Farbbild. Die Kunststoffart bestimmt ein NIR-Scanner besser. Und die Kontrollwerte der Verordnung gelten für Masse, nicht für Objekte im Bild. Dazu kommen Fehlalarme. Ein Kranfahrer, der pro Schicht zehnmal umsonst stoppt, glaubt der Meldung bald nicht mehr. Entscheiden muss er nichts. Ob der Fund echt war, prüft der Leitstand am Bild nach, und daraus lernt das Modell. Angelernt wird mit Bildern Ihrer eigenen Anlage, denn Licht und Staub sind überall anders. Auf krynexlabs.de, unter Wissen, Störstofferkennung, steht, wo die Kamera hilft und wo nicht.

Ein Wort, vier Bedeutungen

Wer in der Entsorgung von „Störstoffen” spricht, meint je nach Anlage etwas anderes. In der Kompostierung ist es die Plastiktüte im Bioabfall, in der Sortieranlage der Akku zwischen den Verpackungen, im Müllheizkraftwerk die Gasflasche im Restmüll und vor dem Schredder alles, was die Maschine beschädigt oder zündet. Die Bilderkennung dahinter ist ähnlich. Rechtsgrundlage, Ort der Kamera und die Frage, was ein Fund auslöst, sind es nicht. Deshalb trennen wir die vier Fälle, bevor es um Technik geht.

Fremdstoffe im Bioabfall

Hier ist der Begriff am klarsten geregelt. Die Bioabfallverordnung spricht von Fremdstoffen und regelt seit dem 1. Mai 2025 in § 2a die Fremdstoffentfrachtung vor der Behandlung. Pflicht ist sie, soweit sie nötig ist, damit der Kontrollwert eingehalten wird, und immer dann, wenn die Kontrolle bei der Anlieferung auf eine Überschreitung hindeutet. Eingeführt hat den Paragrafen die Änderungsverordnung vom 28. April 2022 (BGBl. I S. 700), deren Artikel 1 Nummer 4 erst zu diesem Datum in Kraft trat (Staatliche Gewerbeaufsicht Niedersachsen, KIR Nr. 100).

Für feste Bioabfälle aus der Biotonne privater Haushalte gilt ein Kontrollwert von 1,0 Prozent Gesamtkunststoffe, für andere feste Bioabfälle 0,5 Prozent, jeweils für Kunststoffteile über 20 Millimeter und bezogen auf die Frischmasse. Die Anlage muss bei jeder Anlieferung eine Sichtkontrolle durchführen. Deutet sie bei Haushalts-Bioabfall auf mehr als 3 Prozent Fremdstoffe hin, kann der Betreiber vom Anlieferer die Rücknahme verlangen. Bleiben nach der Entfrachtung Zweifel, muss eine unabhängige, von der Behörde bestimmte Stelle den Kunststoffanteil untersuchen (§ 2a BioAbfV). Für das fertige Material gelten noch strengere Höchstwerte, etwa 0,1 Prozent plastisch verformbare Kunststoffe über 1 Millimeter, bezogen auf die Trockenmasse (§ 4 Abs. 4 BioAbfV).

Bundesweit betrifft das 1.202 biologische Behandlungsanlagen (Destatis, Abfallentsorgungsanlagen 2023). Im Alltag heißt der Fremdstoff meist „Fehlwurf”, und die Kontrolle beginnt oft schon an der Tonne.

Störstoffe in der Sortieranlage

In der Sortierung von Leichtverpackungen, Gewerbe- oder Wertstoffgemischen gibt es keinen einheitlichen Rechtsbegriff „Störstoff”. Gemeint ist alles, was eine Fraktion verunreinigt oder die Anlage gefährdet: Glas und Textilien im Kunststoffstrom, vor allem aber Lithium-Akkus. Der BDE zählt für 2025 über 120 Brände in Recycling- und Sortieranlagen, auf Betriebshöfen und in Sammelfahrzeugen, und zwar nur die Fälle, über die Medien berichtet haben, weil es keine amtliche Statistik gibt (BDE, Brennpunkt Batterie). In Deutschland arbeiten 956 Sortieranlagen (Destatis).

Druckbehälter vor der thermischen Behandlung

In Müllheizkraftwerken und EBS-Kraftwerken sind die gefürchteten Störstoffe Gasflaschen, Lachgaskartuschen, Feuerlöscher und andere Druckbehälter, die im Kessel bersten. In einer Umfrage der ITAD aus dem Frühjahr 2024 meldeten 57 Prozent der thermischen Anlagen mehr Explosionen, 45 Prozent steigende Schäden (recyclingportal.eu über ITAD). Ein einzelner Schaden kann laut ITAD schnell über 100.000 Euro kosten, und an der Annahme sei wegen der Gegebenheiten nur eine stichprobenartige Begutachtung möglich (ITAD).

Eine ausdrückliche Kamerapflicht gibt es nicht. Die 17. BImSchV verlangt vom Betreiber, „alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Anlieferung und Annahme der Abfälle zu ergreifen”, ausdrücklich vorgeschrieben ist dort als Technik nur die Radioaktivitätserkennung für bestimmte Anlagen (§ 3 17. BImSchV). Was Druckbehälter im Kessel anrichten und was dagegen hilft, erklären wir ausführlich unter Gasflaschen in der Müllverbrennung.

Störstoffe vor Schredder und Zerkleinerer

Vor einem Schredder zählt, was die Maschine blockiert, beschädigt oder entzündet: massive Metallteile, Druckbehälter, Akkus. Für Altfahrzeuge ist die Vorarbeit gesetzlich geregelt. Der Demontagebetrieb muss bei jedem Fahrzeug die Batterien entnehmen, den Flüssiggastank sachgerecht behandeln und die pyrotechnischen Bauteile ausbauen oder auslösen. Die Schredderanlage darf Restkarossen nur annehmen, wenn diese Vorbehandlung in einem anerkannten Demontagebetrieb stattgefunden hat (Anhang AltfahrzeugV, Nr. 3.2.2.1 und 4.1.1). Für Mischschrott, Sperrmüll oder Altholz vor dem Zerkleinerer fehlt eine vergleichbare Regel, dort entscheidet die Annahmekontrolle des Betreibers. Destatis zählt 772 Schredderanlagen und Schrottscheren (Destatis).

Wie Bilderkennung einen Störstoff findet

Technisch läuft es an allen vier Orten ähnlich. Eine Kamera liefert Bilder, meist als Videostrom. Ein Erkennungsmodell, das vorher mit markierten Beispielbildern angelernt wurde, sucht darin nach Objektklassen wie „Plastiktüte”, „Akku” oder „Gasflasche” und gibt zu jedem Fund eine Position und einen Konfidenzwert aus. Eine Schwelle entscheidet, ab welchem Wert ein Fund gemeldet wird. Bei bewegtem Material verfolgt eine Nachverarbeitung das Objekt über mehrere Bilder, damit ein Gegenstand einen Hinweis auslöst und nicht zwanzig.

Am Ende steht kein Eingriff, sondern ein Signal: ein Hinweis auf dem Display des Fahrers, ein Eintrag in der Leitwarte, ein Bildausschnitt für den Kranfahrer oder eine Entscheidung, die an die Steuerung eines Sortieraggregats übergeben wird. Dazu kommt ein Beleg mit Bild und Zeit, der später zeigt, woher der Störstoff kam.

Drei Orte für die Kamera

Am Sammelfahrzeug, beim Schütten der Tonne. Das ist der verbreitetste Einsatz im Bioabfall. Die Kamera sieht den Inhalt einer einzelnen Tonne, während er in die Schüttung fällt. Weil die Tonne einem Grundstück zugeordnet werden kann, lässt sich der Fund dem Verursacher zurückmelden, etwa mit einer gelben oder roten Karte. Das ist der große Vorteil dieser Position: Die Rückmeldung erreicht den Haushalt, der den Fehlwurf gemacht hat.

Am Band in der Sortier- oder Aufbereitungsanlage. Hier liegt das Material in einer dünneren Schicht und kommt immer gleich an der Kamera vorbei. Das erleichtert die Erkennung, und der Fund kann an eine Ausschleusung oder eine Nachsortierung übergeben werden. Wie das in Sortieranlagen aussieht, beschreiben wir auf unserer Seite zur KI-Bilderkennung in der Kreislaufwirtschaft.

An der Kippstelle, vor Bunker oder Aufgabe. Beim Abkippen fällt das Material vom Fahrzeug, lockert sich auf und ist für einen Moment von oben sichtbar. Danach liegt es im Bunker unter der nächsten Ladung. Wer Druckbehälter vor der Verbrennung oder Störstoffe vor einem Zerkleinerer finden will, hat an dieser Stelle die beste Gelegenheit, und über die Waage lässt sich der Fund einer Anlieferung zuordnen.

Wo die Grenzen liegen

Die Kamera sieht nur, was sichtbar ist. Eine Plastiktüte unter Grünschnitt, ein Akku in einem Elektrogerät, eine Kartusche in einem Müllsack: Was verdeckt bleibt, erkennt auch das beste Modell nicht. Deshalb hilft jede Position, an der das Material auseinanderfällt oder dünn liegt. Deshalb ist aber auch jede Aussage wie „erkennt alle Störstoffe” falsch.

Form ist nicht Material. Eine Farbkamera erkennt Umriss, Farbe und Oberfläche. Sie unterscheidet eine Tüte von einem Blatt und eine Gasflasche von einem Rohr. Ob eine Tüte aus kompostierbarem oder herkömmlichem Kunststoff besteht, ob ein Behälter gefüllt ist oder was er enthält, zeigt kein Farbbild. Für die Polymerart gibt es in Sortieranlagen die Nahinfrarot-Spektroskopie, für heiße Stellen die Wärmebildtechnik der Brandfrüherkennung. Beides ist etwas anderes als Bilderkennung und wird von ihr nicht ersetzt.

Ein Bild ist keine Messung nach Verordnung. Die Kontrollwerte der BioAbfV beziehen sich auf den Masseanteil von Kunststoffen nach Siebung, die Untersuchung übernimmt eine behördlich bestimmte Stelle. Eine Kamera zählt sichtbare Objekte an der Oberfläche. Sie kann die vorgeschriebene Sichtkontrolle unterstützen und zeigen, woher auffällige Anlieferungen kommen, aber sie ersetzt keine Laboranalyse.

Fehlalarme gehören dazu. Jede Schwelle ist ein Kompromiss. Setzt man sie niedrig, meldet das System mehr echte Funde und mehr Fehlalarme; setzt man sie hoch, wird es ruhiger und übersieht mehr. Welches Verhältnis erträglich ist, entscheidet der Betrieb: Ein Kranfahrer, der pro Schicht zehnmal umsonst das Verladen stoppt, nimmt die Meldung irgendwann nicht mehr ernst. Seriös ist deshalb nur, Funde und Fehlalarme im eigenen Betrieb zu zählen, statt einer Prozentzahl aus einem Prospekt zu glauben.

Angelernt wird mit Bildern der eigenen Anlage. Licht, Staub, Nässe, Kamerawinkel und Abfallmischung sind überall anders. Ein Modell, das nur mit fremden Bildern trainiert wurde, kennt die eigene Kippstelle nicht. Uns ist kein öffentlicher Bilddatensatz aus Müllbunkern bekannt, und echte Funde seltener Störstoffe wie Gasflaschen sind rar. Ein Projekt beginnt deshalb mit Aufnahmen aus dem laufenden Betrieb. Treffer und Fehlalarme prüft danach der Leitstand der Anlage nach, und aus diesen Prüfungen lernt das Modell weiter.

Wo Kommunen Störstofferkennung schon einsetzen

Am weitesten verbreitet ist die Kamera am Sammelfahrzeug für die Biotonne. Einige öffentlich beschriebene Beispiele:

  • Münster. Die Abfallwirtschaftsbetriebe schreiben: „Beim Entleeren der Biotonne erstellt eine im smarten Abfahrsammelfahrzeug installierte Kamera ein Bild, das von einer KI analysiert wird.” Die Ergebnisse erscheinen als grüne, gelbe und rote Punkte auf einer Karte der Quartiere, und die Biokontrolleure gehen gezielt dorthin. Begründet wird das damit, dass die Kontrolleure Tonnen sonst „nur oberflächlich prüfen” können (AWM Münster).
  • Hamm. Hier soll „eine Kamera am Sammelfahrzeug […] flächendeckend die automatische Kontrolle jeder einzelnen Tonne” übernehmen. In Verbindung mit gechippten Tonnen lässt sich ein Fehlwurf über ein Beweisbild dem Abfallerzeuger zuordnen. Als Herausforderung nennt die Stadt ausdrücklich den Datenschutz. Das Projekt ist laut Seite in Umsetzung (Digitales Hamm).
  • Landkreis Wolfenbüttel. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hat laut Lokalpresse ein Fahrzeug mit je einer Kamera auf beiden Seiten ausgestattet. Der Fahrer sieht die Aufnahmen auf einem Display, die Erkennung läuft automatisch, bei Fehlwürfen gibt es gelbe und rote Karten (regionalHeute.de, 25.03.2026).
  • Landkreis Heilbronn. Seit August 2024 fahren „Detektionsfahrzeuge” in der Bioabfallsammlung. Die Tonne wird vor der Leerung geprüft, bei Störstoffen ertönt ein Signal, und die Tonne bekommt erst einen gelben, im Wiederholungsfall einen roten Anhänger (Abfallwirtschaft Landkreis Heilbronn). Welche Sensorik dort arbeitet, sagt die Meldung nicht.

Keines dieser Beispiele nennt öffentlich Trefferquoten oder Fehlalarme. Das ist kein Vorwurf, aber ein Hinweis: Wer Störstofferkennung einführt, sollte die eigenen Zahlen von Anfang an selbst erheben.

Datenschutz und Mitbestimmung

Kameras im Abfall sehen mehr als Abfall. Am Sammelfahrzeug können Passanten und Adressen ins Bild geraten, und ein Fund, der einer gechippten Tonne zugeordnet wird, ist einem Haushalt zuordenbar. An der Kippstelle stehen Fahrer und Beschäftigte im Bild. Führt ein Betrieb technische Einrichtungen ein, die dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung von Arbeitnehmern zu überwachen, hat der Betriebsrat mitzubestimmen (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Bildausschnitt, Speicherdauer und Zweck gehören deshalb vor den Start geklärt, nicht danach.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Störstoff, Fremdstoff und Fehlwurf?

„Fremdstoff” ist der Begriff der Bioabfallverordnung für alles, was nicht in den Bioabfall gehört, vor allem Kunststoffe, Glas und Metalle. „Fehlwurf” beschreibt dasselbe aus Sicht der Sammlung: etwas, das in der falschen Tonne gelandet ist. „Störstoff” ist der allgemeinere Branchenbegriff und meint je nach Anlage auch Akkus in der Sortierung oder Gasflaschen vor dem Kessel.

Kann eine KI-Kamera den Kunststoffanteil im Bioabfall messen?

Nicht im Sinne der Verordnung. Die Kontrollwerte beziehen sich auf den Masseanteil nach Siebung, und die Untersuchung macht eine behördlich bestimmte Stelle. Eine Kamera zählt sichtbare Objekte. Sie hilft bei der Sichtkontrolle und zeigt, aus welchen Touren oder von welchen Anlieferern auffälliges Material kommt.

Erkennt die Kamera auch Akkus und Gasflaschen, die im Müll stecken?

Nein. Erkannt wird, was sichtbar obenauf liegt oder beim Schütten und Abkippen kurz frei fällt. Ein Akku in einem Gerät oder eine Kartusche in einem geschlossenen Sack bleibt für eine Farbkamera unsichtbar. Das ist der Grund, warum der Ort der Kamera wichtiger ist als das Modell.

Kann die Kamera kompostierbare von herkömmlichen Plastiktüten unterscheiden?

Nicht zuverlässig. Beide sehen sich im Bild sehr ähnlich, und die Kamera erkennt Form und Aussehen, nicht das Material. Weil die Kontrollwerte der BioAbfV für Gesamtkunststoffe gelten, ist diese Unterscheidung für die Kontrolle an der Tonne aber oft gar nicht nötig.

Wie lange dauert es, bis ein System zuverlässig erkennt?

Das hängt vom Störstoff und von den Bildern ab. Häufige Dinge wie Plastiktüten lernt ein Modell schnell, weil es viele Beispiele gibt. Seltene Dinge wie Gasflaschen tauchen im Alltag so selten auf, dass ein Pilot gezielt Beispielbilder aus der eigenen Anlage sammeln muss. Eine feste Zusage in Wochen ohne Blick auf die Anlage wäre unseriös.

Wer bekommt den Hinweis, und wer entscheidet?

Ob ein Störstoff im Bild ist, entscheidet das System im Hintergrund. Von einem Kranfahrer oder Fahrer kann niemand verlangen, eine Gasflasche auf dem Monitor sicher zu beurteilen, dafür ist er nicht ausgebildet. Er sieht die Meldung live, stoppt das Verladen und lässt den Störstoff fachgerecht entfernen. Parallel geht die Meldung an den Leitstand, auf Wunsch zusätzlich über einen Signalgeber wie Leuchte oder Hupe. Wo eine menschliche Entscheidung gefordert ist, trifft sie der Leitstand: Er prüft die Meldung anhand des Bildes nach, bestätigt oder verwirft sie und entscheidet über die weiteren Schritte. Ob eine Anlieferung zurückgeht, entscheidet die Annahme nach ihren Anlieferbedingungen.

Quellen

Was wir bei Krynex dazu bauen

Wir bauen Störstofferkennung dort, wo Anlagen sie selbst betreiben: an der Kippstelle und am Band. Kameras am Sammelfahrzeug bieten wir nicht an. Für Müllheizkraftwerke und EBS-Kraftwerke gibt es die Störstofferkennung im Müllbunker: eine Kamera an der Kippstelle, die sichtbare Gasflaschen, Kartuschen und Feuerlöscher meldet, mit Bild je Fund. Für Sortier- und Aufbereitungsanlagen beschreibt die Seite KI-Bilderkennung in der Kreislaufwirtschaft, wie wir Akkus und andere Störstoffe am Band erkennen. Die Erkennung betreiben wir auf unseren Servern in Deutschland. Sie bekommen den Hinweis, das Bild je Fund, die Auswertung und das Signal an Ihre Anlage, dafür schließen wir einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und wer im Bild ist, klären wir vorher mit Ihnen und Ihrer Arbeitnehmervertretung. Was Druckbehälter im Kessel anrichten, lesen Sie unter Gasflaschen in der Müllverbrennung.

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