Googles Spam-Update vom September 2026: zwei Wochen statt zwei Tage, und was Firmen mit KI-Texten jetzt prüfen sollten
Google hat sein viertes Spam-Update in diesem Jahr am 24. September 2026 begonnen und erst nach 13 Tagen und 16 Stunden abgeschlossen, die drei vorigen dauerten höchstens knapp drei Tage. Eine Woche später hat Google seine Hinweise zu KI-Inhalten verschärft: Alles, was eine KI schreibt, soll vor der Veröffentlichung von Hand auf Fakten geprüft werden, ausdrücklich auch Seitentitel, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte. Was über das Update bekannt ist, woran Sie erkennen, ob Ihre Website betroffen ist, und welche Muster bei KI-gestützten Websites gefährlich werden.
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Ein Raster aus Seiten. Eine Scanlinie fährt darüber, und manche Karten werden rot. Am 24. September hat Google so einen Durchgang gestartet: das Spam-Update vom September 2026. Was wird da aussortiert? Und was heißt das für eine Website, die mit KI schreibt? Bekannt ist erstaunlich wenig. Googles Status-Dashboard nennt Namen, Beginn und Dauer: dreizehn Tage und sechzehn Stunden. Die drei Spam-Updates davor in diesem Jahr waren in weniger als drei Tagen durch. Warum es so lange lief und was es treffen sollte, hat Google nicht gesagt. Alles andere ist Deutung von außen. Fest steht, was ein Spam-Update ist. Google betreibt automatische Systeme gegen Spam, eines heißt SpamBrain. Wird so ein System merklich verbessert, heißt das Spam-Update. Eine Nachricht bekommen Sie dabei nicht. Die Search Console meldet nur manuelle Maßnahmen, verhängt von einem Menschen bei Google. Die naheliegende Vermutung: Die Maschine fischt KI-Texte heraus. So steht es nirgends. Verboten ist, mit generativer KI viele Seiten ohne Mehrwert für Nutzer zu erzeugen. Google nennt das Missbrauch skalierter Inhalte, egal, wie sie entstanden sind. Gemeint ist Masse ohne Eigenes, nicht die Herkunft. Das zweite Muster heißt Brückenseiten. Bei Dienstleistern ist das die Standortseite: dieselbe Leistung für zwanzig Städte, nur der Ortsname getauscht. Verboten ist eine Standortseite nicht. Sie braucht etwas, das es nur an diesem Ort gibt, ein echtes Büro, Referenzen aus der Region. Fehlt das, ist sie eine Kopie mit anderem Namen. Mitten im Update kam die eigentliche Neuigkeit. Am 1. Oktober hat Google seine Hinweise zu KI-Inhalten aktualisiert. Alles, was eine KI erzeugt, soll vor der Veröffentlichung von Hand auf Richtigkeit geprüft werden. Ausdrücklich auch die Metadaten: Seitentitel, Meta-Beschreibung, strukturierte Daten, Alt-Texte. Denn die können in den Suchergebnissen erscheinen. Schauen Sie noch einmal auf das Raster. Die Etiketten, die die ganze Zeit an den Karten mitschweben, sind genau diese Metadaten. Den Text liest jemand. Das Etikett schreibt oft ein Plugin nebenbei. Wir haben unsere eigene Website so geprüft und an rund dreißig Stellen korrigiert. Die meisten Fehler steckten nicht im Text, sondern im Etikett, also in dem, was Google in die Ergebnisliste übernimmt. Ob Sie betroffen sind, zeigen nur Ihre eigenen Zahlen. Vergleichen Sie in der Search Console einen Zeitraum vor dem 24. September mit einem gleich langen nach dem 8. Oktober, aufgeschlüsselt nach Seiten. Und planen Sie Geduld ein: Laut Google können Änderungen helfen, wenn die Systeme über Monate dazulernen. Auch dieses Video hat Etiketten: Titel, Beschreibung, Kapitel. Wir haben sie gegen den Film geprüft. Prüfen Sie zuerst das Etikett. Unsere Empfehlungen und alle Quellen stehen im Beitrag, der Link in der Beschreibung.
Am 24. September 2026 hat Google ein Spam-Update gestartet. Das ist an sich nichts Besonderes, es war bereits das vierte in diesem Jahr. Ungewöhnlich war die Dauer: Laut Googles Status-Dashboard lief es 13 Tage und 16 Stunden und war erst am 8. Oktober abgeschlossen. Die drei Spam-Updates davor waren nach weniger als drei Tagen durch.
In dieselben zwei Wochen fiel eine zweite Änderung, die für Firmen mit KI-gestützten Websites wichtiger sein dürfte als das Update selbst. Am
- Oktober hat Google seine Hinweise zu KI-Inhalten aktualisiert. Seitdem steht dort schwarz auf weiß, dass alles, was eine KI schreibt, vor der Veröffentlichung von Hand geprüft werden soll, bis hinunter zum Alt-Text eines Bildes.
Wir haben die Seiten von Google im Wortlaut gelesen und zusammengetragen, was belegt ist und was nicht.
Offenlegung: Wir betreiben selbst eine Website mit vielen Fachbeiträgen und setzen beim Schreiben KI ein. Wir haben keinen Einblick in Googles Systeme und geben hier nur wieder, was Google veröffentlicht hat. Stand 9. Oktober 2026.
Was über das Update bekannt ist
| Update | Beginn | Dauer |
|---|---|---|
| March 2026 spam update | 24.03.2026 | 19 Stunden 30 Minuten |
| June 2026 spam update | 24.06.2026 | 2 Tage 1 Stunde |
| August 2026 spam update | 18.08.2026 | 2 Tage 16 Stunden |
| September 2026 spam update | 24.09.2026 | 13 Tage 16 Stunden |
Quelle ist das Status-Dashboard der Google-Suche. Mehr als den Namen, den Beginn und die Dauer veröffentlicht Google dort nicht. Welche Art von Spam das Update vor allem treffen sollte, hat Google nicht gesagt, und warum es so viel länger dauerte, ebenfalls nicht. Alles, was Sie darüber lesen, ist Deutung von außen.
Belegt ist, was ein Spam-Update grundsätzlich ist. Google betreibt automatische Systeme gegen Spam, darunter eines namens SpamBrain, und verbessert sie von Zeit zu Zeit merklich. Jede solche Verbesserung heißt Spam-Update. Die Maßstäbe dafür stehen in den Spam-Richtlinien, die Google zuletzt am 28. August 2026 aktualisiert hat, also vor dem Update.
Die eigentliche Neuigkeit: Faktenprüfung bis zur Meta-Beschreibung
Googles Seite zum Einsatz generativer KI für Website-Inhalte trägt seit dem
- Oktober 2026 einen neuen Stand. Zwei Sätze daraus sind für jede Firma wichtig, die mit KI schreibt.
Der erste: KI-Ausgaben können Fehler enthalten, im Fachjargon Halluzinationen. Es sei entscheidend, alle KI-generierten Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu prüfen.
Der zweite: Diese Prüfung gilt auch für Metadaten. Google nennt ausdrücklich das <title>-Element, die
Meta-Beschreibung, strukturierte Daten und Alt-Texte von Bildern, weil sie in
den Suchergebnissen erscheinen können.
Das ist ein Punkt, an dem viele Websites schwach sind. Der Fließtext eines Beitrags wird gelesen, korrigiert und freigegeben. Titel, Beschreibung und FAQ-Daten im Quelltext erzeugt dagegen oft ein Plugin oder ein KI-Werkzeug nebenbei, und niemand schaut mehr darauf. Dort stehen dann Zahlen aus einem früheren Entwurf, ein Preis, der sich geändert hat, oder eine Aussage, die der Text längst vorsichtiger formuliert.
Wir haben das an unserer eigenen Website ausprobiert. Nach Googles Hinweis haben wir Titel, Beschreibungen und Überschriften aller Seiten gegen den jeweiligen Fließtext geprüft und an rund 30 Stellen etwas geändert: veraltete Preise, überholte Tagesangaben und Aussagen, die im Text inzwischen vorsichtiger standen als im Titel. Die meisten dieser Fehler steckten nicht im Fließtext, sondern in dem Teil, den Google in die Ergebnisliste übernimmt.
Ein neues Ranking-Signal hat Google damit nicht angekündigt. Die Seite beschreibt, was Google von Websites erwartet, die KI einsetzen. Sie ist aber der Maßstab, an dem sich eine Website messen lassen muss, wenn ein Spam-Update sie trifft.
Welche Muster bei KI-gestützten Websites riskant sind
Generell verbietet Google keine KI-Texte. Riskant wird es, wo KI eine Website schneller wachsen lässt, als jemand sie sinnvoll füllen kann. In den Spam-Richtlinien sind dafür vor allem zwei Begriffe einschlägig.
Missbrauch skalierter Inhalte. Google beschreibt ihn als viele Seiten, die vor allem erzeugt werden, um Suchergebnisse zu beeinflussen. Ausdrücklich genannt ist, generative KI oder ähnliche Werkzeuge zu nutzen, um viele Seiten ohne Mehrwert für Nutzer zu erzeugen. Typisch sind hundert Ratgeberartikel, die sich nur in Stichworten unterscheiden, oder Produktseiten mit umgeschriebenen Herstellertexten.
Brückenseiten, bei Google „doorway abuse“. Das sind Seiten, die für bestimmte, ähnliche Suchanfragen gebaut werden. Bei Dienstleistern ist das klassische Beispiel die Standortseite: dieselbe Leistungsbeschreibung für zwanzig Städte, jeweils mit ausgetauschtem Ortsnamen. Mit KI ist so etwas in einer Stunde gebaut, und genau das macht es verlockend.
Daneben nennen die Richtlinien den Missbrauch abgelaufener Domains und das Ausnutzen des Rufs einer Website durch fremde Inhalte. Beides betrifft mittelständische Firmenwebsites seltener.
Eine Standortseite ist nicht automatisch verboten. Entscheidend ist, ob sie etwas enthält, das es nur für diesen Ort gibt: ein echtes Büro, Referenzen aus der Region, regionale Förderprogramme, konkrete Ansprechpartner. Fehlt das, ist sie eine Kopie mit anderem Ortsnamen.
Woran Sie erkennen, ob Ihre Website betroffen ist
Eine Nachricht von Google bekommen Sie nicht. Spam-Updates laufen automatisch, und in der Search Console meldet Google nur manuelle Maßnahmen, die ein Mitarbeiter verhängt. Ob Sie betroffen sind, zeigen nur Ihre eigenen Zahlen.
Die richtigen Zeiträume vergleichen. Nehmen Sie in der Search Console unter „Leistung“ einen Zeitraum vor dem 24. September und einen nach dem 8. Oktober, jeweils gleich lang und mit denselben Wochentagen. Die zwei Wochen dazwischen sagen wenig, weil das Update in dieser Zeit noch lief.
Nach Seiten aufschlüsseln, nicht nur die Summe ansehen. Ein Spam-Update trifft selten eine ganze Website gleichmäßig. Wenn ausgerechnet alle Standortseiten oder alle Ratgeber eines Musters verloren haben, ist das ein deutlicheres Signal als ein Minus in der Gesamtkurve.
Andere Ursachen ausschließen. Ein Rückgang kann auch an Saison, Feiertagen, einem Relaunch, einer neuen Konkurrenzseite oder einer technischen Panne liegen. Prüfen Sie im Bericht zur Indexierung, ob Seiten aus dem Index gefallen sind, und unter „Sicherheit und manuelle Maßnahmen“, ob dort etwas steht.
Geduld einplanen. Google schreibt auf seiner Seite zu Spam-Updates, dass Änderungen helfen können, wenn die automatischen Systeme über Monate dazulernen. Einen Schalter, der die alte Position zurückbringt, gibt es nicht.
Was wir Firmen mit KI-gestützter Website raten
Metadaten in die Freigabe aufnehmen. Wer einen Beitrag freigibt, sollte Titel, Meta-Beschreibung, FAQ-Daten und Alt-Texte mit auf dem Tisch haben, nicht nur den Fließtext. Am einfachsten geht das, wenn das Redaktionssystem sie neben dem Text anzeigt.
Zahlen an der Quelle prüfen. Preise, Fristen, Paragrafen und Modellversionen sind die Stellen, an denen KI am häufigsten danebenliegt. Jede Zahl braucht eine Quelle, die jemand geöffnet hat. Wie man Halluzinationen technisch reduziert, beschreiben wir auf unserer Seite LLM-Halluzinationen reduzieren.
Ähnliche Seiten zusammenlegen. Wenn mehrere Seiten dieselbe Frage beantworten, ist eine starke Seite besser als fünf schwache. Das hilft auch gegen Kannibalisierung, bei der sich die eigenen Seiten gegenseitig die Plätze wegnehmen.
Aufschreiben, was Sie selbst wissen. Eigene Messungen, Erfahrungen aus Projekten, Fotos vom eigenen Betrieb: Das kann keine KI aus dem Netz zusammensuchen, und genau das unterscheidet einen Fachbeitrag von skaliertem Inhalt.
Auch prüfen, was KI-Assistenten über Sie sagen. Fehler auf der eigenen Website landen nicht nur bei Google. ChatGPT, Perplexity und andere Assistenten lesen dieselben Seiten und geben falsche Angaben weiter. Was Assistenten über Ihr Unternehmen behaupten, prüfen wir im KI-Faktencheck.
Unser Fazit
Über das September-Update selbst weiß außerhalb von Google kaum jemand etwas Belastbares, außer dass es ungewöhnlich lange gedauert hat. Wer jetzt liest, es habe gezielt KI-Inhalte abgestraft, liest eine Vermutung.
Belastbar ist dagegen Googles neuer Hinweis vom 1. Oktober. Er macht aus einer guten Gewohnheit eine ausdrückliche Erwartung: Alles, was eine KI schreibt, prüft ein Mensch, und zwar auch das, was nur im Quelltext steht. Für die meisten Firmenwebsites ist das in einem Nachmittag erledigt, wenn man es einmal systematisch macht. Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, sprechen Sie uns an.
Quellen
Alle abgerufen am 09.10.2026.
- Google: Search Status Dashboard, Ranking-Vorfälle (Beginn und Dauer der Spam-Updates März, Juni, August und September 2026)
- Google Search Central: Using generative AI content on your website, Stand 01.10.2026 (manuelle Faktenprüfung, Metadaten, skalierte Inhalte)
- Google Search Central: Spam policies for Google web search, Stand 28.08.2026 (skalierte Inhalte, Brückenseiten, abgelaufene Domains, Ruf einer Website)
- Google Search Central: Google Search’s spam updates, Stand 10.12.2025 (was ein Spam-Update ist, Erholung über Monate, Link-Spam)
- Google Search Central: A guide to Google Search ranking systems, Stand 10.12.2025 (SpamBrain)
Stand: 9. Oktober 2026.
Häufige Fragen
- Wann lief das Google Spam-Update vom September 2026?
- Laut Googles Status-Dashboard begann das September 2026 spam update am 24. September 2026 und dauerte 13 Tage und 16 Stunden, endete also am 8. Oktober. Es war das vierte Spam-Update des Jahres nach März, Juni und August. Die drei vorigen dauerten zwischen 19,5 Stunden und 2 Tagen 16 Stunden.
- Was hat Google am 1. Oktober 2026 zu KI-Inhalten geändert?
- Google hat seine Seite zum Einsatz generativer KI für Website-Inhalte am 1. Oktober 2026 aktualisiert. Dort steht, dass KI-Ausgaben Fehler enthalten können und es entscheidend ist, alle KI-generierten Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu prüfen. Das gilt ausdrücklich auch für Metadaten wie den Seitentitel, die Meta-Beschreibung, strukturierte Daten und Alt-Texte von Bildern, weil sie in den Suchergebnissen erscheinen können.
- Werde ich benachrichtigt, wenn meine Website von einem Spam-Update betroffen ist?
- Nein. Spam-Updates sind Änderungen an Googles automatischen Systemen. Eine Nachricht in der Search Console gibt es nur bei manuellen Maßnahmen, die ein Mitarbeiter von Google verhängt. Ob ein Update Sie getroffen hat, erkennen Sie nur am Verlauf Ihrer eigenen Zahlen.
- Wie schnell erholt sich eine Website nach einem Spam-Update?
- Langsam. Google schreibt, dass Änderungen einer Website helfen können, wenn die automatischen Systeme über einen Zeitraum von Monaten dazulernen. Bei Link-Spam können Rankingvorteile, die von entwerteten Links stammten, nicht zurückgewonnen werden.
- Sind KI-Texte für Google grundsätzlich Spam?
- Nein. Google bewertet nicht, wie ein Text entstanden ist, sondern ob er Nutzern etwas bringt. Gegen die Spam-Richtlinien verstößt es, mit generativer KI oder ähnlichen Werkzeugen viele Seiten ohne Mehrwert für Nutzer zu erzeugen. Das fällt unter den Missbrauch skalierter Inhalte.
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