Das Grundlagenprogramm der lokalen KI, geschrieben in C/C++. Es läuft auf fast jeder Hardware und steckt in Ollama, LM Studio und KoboldCpp.
llama.cpp lädt Modelle im Format GGUF und rechnet auf Prozessor, NVIDIA (CUDA), AMD (HIP), Apple (Metal), Intel (SYCL) oder über Vulkan auf fast jeder Grafikkarte. Es bringt einen Server mit, der dieselbe Schnittstelle anbietet wie die OpenAI-API, sodass vorhandene Anwendungen ohne Umbau darauf zugreifen können. Lizenz: MIT.
Wer die volle Kontrolle über Einstellungen will oder ein neues Modell am ersten Tag ausprobieren möchte, nimmt llama.cpp direkt. Wer es bequem will, nimmt Ollama oder LM Studio, die auf llama.cpp aufbauen.
Siehe auch: Ollama, LM Studio, ik_llama.cpp, Vulkan
Quelle: llama.cpp auf GitHub (abgerufen 24.10.2026) · llamaperf: Engines (abgerufen 24.10.2026)
Der einfachste Einstieg: installieren, ein Modell mit einem Befehl laden, fertig. Baut auf llama.cpp auf.
Ollama bringt ein eigenes Modellverzeichnis mit, aus dem man Modelle mit einem Befehl holt, und eine Schnittstelle für andere Programme. Zusammen mit einer Oberfläche wie Open WebUI entsteht so in kurzer Zeit ein Chat für ein kleines Team. Wir haben Ollama auf einem gewöhnlichen Server ohne Grafikkarte nachgemessen.
Für viele gleichzeitige Nutzer ist Ollama nicht gebaut. Dafür sind vLLM oder SGLang da.
Siehe auch: llama.cpp, vLLM
Quelle: llamaperf: Engines (abgerufen 24.10.2026)
Ein Desktop-Programm mit Chatfenster, Modellsuche und lokalem Server. Für einzelne Arbeitsplätze ohne Kommandozeile.
LM Studio richtet sich an Menschen, die keine Befehle tippen wollen: Modell suchen, herunterladen, chatten. Auf Macs nutzt es auch MLX. Für den Einsatz in der Firma sollte man vorher die Lizenzbedingungen für gewerbliche Nutzung lesen und festlegen, welche Modelle erlaubt sind.
Siehe auch: Ollama, MLX
Quelle: llamaperf: Engines (abgerufen 24.10.2026)
Ein Server für viele gleichzeitige Anfragen. Die Wahl, wenn eine ganze Abteilung oder eine Anwendung ein Modell gemeinsam nutzt.
vLLM verwaltet den Speicher für den Kontext vieler Anfragen gleichzeitig sehr effizient (PagedAttention) und bündelt Anfragen laufend zu Stapeln. Dadurch schafft es auf derselben Grafikkarte ein Vielfaches an Gesamtdurchsatz gegenüber einem Programm, das Anfragen nacheinander abarbeitet. Es nutzt vor allem Formate wie AWQ, GPTQ, FP8 und die Originalgewichte, weniger GGUF.
Für einen einzelnen Nutzer ist vLLM meist mehr Aufwand als nötig. Ab etwa einer Handvoll gleichzeitiger Nutzer lohnt der Blick.
Siehe auch: SGLang, Ollama
Quelle: llamaperf: Engines (abgerufen 24.10.2026)
Ein Server wie vLLM, ausgelegt auf viele Anfragen und auf Agenten, die oft dieselben Anfänge wiederholen. Offen unter Apache-2.0.
SGLang ist ein Open-Source-Framework für den Betrieb von Sprach-, Bild-Sprach- und Bildmodellen. Die Entwickler zielen ausdrücklich auf Agenten-Anwendungen und den Betrieb im großen Maßstab. Unterstützt werden unter anderem NVIDIA-Grafikkarten, AMD Instinct, Intel, Apple Silicon und Googles TPU. Getragen wird das Projekt von der gemeinnützigen Organisation LMSYS.
Ob vLLM oder SGLang schneller ist, hängt vom Modell und vom Anfragemuster ab. Wer einen Server für viele Nutzer plant, sollte beide mit den eigenen Anfragen testen.
Siehe auch: vLLM
Quelle: SGLang auf GitHub (abgerufen 24.10.2026) · llamaperf: Engines (abgerufen 24.10.2026)
Apples eigenes Framework für maschinelles Lernen auf Apple Silicon. Auf dem Mac oft die schnellste Wahl.
MLX nutzt den gemeinsamen Speicher und die Grafikeinheit von M-Chips direkt. Modelle liegen dafür in einem eigenen MLX-Format vor. Rund um MLX gibt es weitere Programme, etwa mlx-lm zum Ausführen von Sprachmodellen oder mlx-vlm für Modelle, die auch Bilder verstehen.
Siehe auch: Metal, Unified Memory (gemeinsamer Speicher)
Quelle: llamaperf: Engines (abgerufen 24.10.2026)
Eine einzelne Programmdatei auf Basis von llama.cpp, mit Weboberfläche und vielen kompatiblen Schnittstellen. Keine Installation nötig.
KoboldCpp startet aus einer Datei unter Windows, Linux oder macOS und bringt eine eigene Oberfläche mit. Es spricht unter anderem die Schnittstellen von OpenAI und Ollama. Für NVIDIA gibt es CUDA, für AMD empfehlen die Entwickler zunächst Vulkan. Lizenz: AGPL v3, das ist bei einer Weitergabe an Kunden zu beachten.
Siehe auch: llama.cpp, Vulkan
Quelle: KoboldCpp auf GitHub (abgerufen 24.10.2026)
Eine Weboberfläche, die mehrere Programme im Hintergrund nutzen kann. Beliebt zum Ausprobieren und Vergleichen.
Die Oberfläche bündelt verschiedene Ladeprogramme unter einem Dach, sodass man Modelle in unterschiedlichen Formaten an einer Stelle testen kann. Für den festen Betrieb in einer Firma sind Ollama mit Open WebUI oder ein Server wie vLLM meist übersichtlicher.
Siehe auch: llama.cpp, ExLlamaV2, ExLlamaV3 und TabbyAPI
Programme nur für NVIDIA-Karten, auf hohe Geschwindigkeit für einen Nutzer auf einer Grafikkarte ausgelegt. TabbyAPI macht daraus einen Server.
ExLlama nutzt eigene Formate (EXL2 bzw. EXL3), die Modelle sehr fein auf den vorhandenen Grafikspeicher zuschneiden. Das bringt auf NVIDIA-Karten oft die höchste Geschwindigkeit für einen einzelnen Nutzer. TabbyAPI stellt ExLlama als Server mit OpenAI-kompatibler Schnittstelle bereit. Auf AMD, Intel und Mac läuft das nicht.
Siehe auch: CUDA, vLLM
Quelle: llamaperf: Engines (abgerufen 24.10.2026)
Die Python-Bibliothek, mit der die meisten Modelle veröffentlicht werden. Zum Entwickeln und Forschen, nicht für den schnellen Betrieb.
Fast jedes offene Modell erscheint zuerst als Transformers-Modell auf Hugging Face. Die Bibliothek ist der Maßstab dafür, wie ein Modell richtig rechnet, aber nicht auf Tempo im Betrieb optimiert. Für den Einsatz nimmt man das Modell in einem passenden Format und eines der Programme oben.
Siehe auch: vLLM, llama.cpp
Eine Abspaltung von llama.cpp mit zusätzlichen Quantisierungsarten und schnellerem Rechnen auf dem Prozessor, nur für CPU und NVIDIA.
ik_llama.cpp hat sich 2024 von llama.cpp abgespalten und eigene Wege genommen: weitere Quantisierungsarten und mehr Tempo auf dem Prozessor, auch für die Mischung aus Grafikkarte und Prozessor bei MoE-Modellen. ROCm, Vulkan und Metal unterstützt das Projekt nach eigener Aussage nicht. Lizenz: MIT.
Siehe auch: llama.cpp, Offloading (Auslagern)
Quelle: ik_llama.cpp auf GitHub (abgerufen 24.10.2026)
Ein junges Spezialprogramm für ein einzelnes Modell (Qwen3.8-Flash-Next), das die Arbeit auf Grafikkarte, Arbeitsspeicher und Datenträger verteilt.
Strata liegt auf einem privaten GitHub-Konto, mit Installationsanleitungen für Windows und Linux und einer Abspaltung für ältere NVIDIA-V100-Karten. Es verteilt ein Modell so geschickt auf Grafikkarte, Arbeitsspeicher und Datenträger, dass auch sehr große Varianten auf einzelnen Karten laufen. In der Community-Datenbank llamaperf.com stehen über hundert Berichte, etwa ein 125-Milliarden-Modell mit rund 166 Tokens pro Sekunde auf einer RTX 5090, teils im Arbeitsspeicher.
Für den Einsatz in einer Firma ist Vorsicht angebracht. Es gibt laut llamaperf noch keinen sauberen Vergleich mit anderen Programmen unter gleichen Bedingungen, die Ergebnisse hängen stark von den Einstellungen ab, und eine Lizenz nennt die Seite nicht. Zum Ausprobieren interessant, für den festen Betrieb würden wir auf etablierte Programme setzen.
Siehe auch: Offloading (Auslagern), llama.cpp
Quelle: llamaperf: Strata (Quellenprüfung dort 13.10.2026, abgerufen 24.10.2026)