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K Krynex Labs
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Visual Learning für Anlagen

Kurze Erklärfilme und interaktive Figuren eurer Anlage, an denen neue Leute sehen, was in der Maschine passiert, bevor sie davorstehen. Für Einarbeitung, Sicherheitsunterweisung und Vertrieb, mit Werten aus euren Datenblättern statt geschätzter Zahlen.

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Visual Learning für Anlagen

Die Ballenpresse zum Ausprobieren

Unten wählt ihr den Schritt oder lasst die Presse im Automatikbetrieb laufen. Die Anzeigen rechnen mit den Werten aus den Datenblättern mit, am Rechner wie am Telefon.

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Warum Einarbeitung an Anlagen so lange dauert

Wer neu an eine Ballenpresse, eine Siebtrommel oder einen Sortierer kommt, sieht von außen Bleche, Schläuche und ein Bedienpult. Was drinnen passiert, erklärt meist ein Kollege nebenher, im Lärm und zwischen zwei Störungen. Die Betriebsanweisung hängt daneben, ist mehrere Seiten lang und wird bei der Unterschrift unter die Unterweisung eher überflogen als gelesen.

Pflicht ist die Unterweisung trotzdem. Das Arbeitsschutzgesetz verlangt in § 12, dass sie bei der Einstellung und bei neuen Arbeitsmitteln vor Aufnahme der Tätigkeit erfolgt und eigens auf den Arbeitsplatz ausgerichtet ist. Die DGUV Vorschrift 1 legt in § 4 nach: mindestens einmal im Jahr und dokumentiert, die Inhalte dazu „in verständlicher Weise” vermittelt. Genau daran hakt es, wenn die Anlage ein geschlossener Kasten ist.

Was wir unter Visual Learning verstehen

Wir bauen eure Anlage als Figur nach, die man im Browser bedienen kann. Jeder Arbeitsschritt läuft auf Knopfdruck, und daneben stehen die Werte, die in diesem Moment zählen: Öldruck, Füllstand, Ballenlänge, Anzahl der Drähte. Aus derselben Figur schneiden wir einen kurzen Erklärfilm, der den Ablauf in unter einer Minute zeigt und vertont ist.

Die Figur ist eine Zeichnung, kein Foto und kein 3D-Scan. Sie lässt weg, was beim Verstehen stört, und zeigt dafür, was man an der echten Maschine nie sieht, etwa den Stempel im Kanal oder den Weg der Bindedrähte.

Beispiel: die Kanalballenpresse für Altpapier

Erklärfigur einer Kanalballenpresse: Füllschacht, Presskanal und die fünf Drahtrollen der Abbindung

Unsere erste Figur zeigt eine vollautomatische Kanalballenpresse für Papier, Pappe und Karton. Die Maschine ist erfunden und trägt keine Marke, ihre Werte stammen aus Datenblättern echter Pressen der 50-Tonnen-Klasse:

Größe Wert
Presskraft 500 kN, rund 51 t
Kanal und Ballenquerschnitt 1100 × 750 mm
Ballenlänge 1200 mm
Ballengewicht bis 480 kg, also etwa 485 kg/m³
Abbindung 5 Drähte à 3,4 mm, vollautomatisch
Leertaktzeit 8,4 s

Lose Pappe im Schacht wiegt um die 50 kg/m³. Im fertigen Ballen ist sie also fast zehnmal so dicht. Den Gegendruck dafür liefert keine Wand hinter dem Ballen, sondern der Kanal selbst: Er verengt sich zum Ende, und der Strang aus fertigen Ballen klemmt mit seiner Reibung an den Wänden. Genau diese Stelle verstehen Neue an der echten Presse selten auf Anhieb, in der Figur sieht man sie.

Die Figur läuft in vier Schritten, Beschicken, Pressen, Abbinden, Ausschieben und Wiegen, wahlweise im Handbetrieb oder automatisch. Ihr könnt sie oben auf dieser Seite selbst bedienen, am Rechner wie am Telefon:

Zur Figur · Im ganzen Fenster · Quellen der Werte

Aus derselben Figur ist ein Film von 51 Sekunden im Format 4:5 entstanden, den wir auf LinkedIn gezeigt haben.

Wo das hilft

Einarbeitung. Neue Leute klicken die Anlage am ersten Tag einmal am Bildschirm durch, bevor sie mit dem Schichtführer an die Maschine gehen. Das Gespräch dort kann dann bei euren Besonderheiten anfangen statt bei der Frage, was der Stempel macht.

Sicherheitsunterweisung. Gefahrstellen lassen sich in der Figur zeigen, während die Maschine in genau dem Schritt steht, in dem sie gefährlich sind. Der Film passt in die jährliche Unterweisung und lässt sich in den Sprachen vertonen, die bei euch auf dem Platz gesprochen werden. Den Nachweis führt ihr weiter wie bisher.

Vertrieb und Messe. Wer Anlagen verkauft oder Kunden erklären will, was mit ihrem Material passiert, hat mit der Figur etwas zum Zeigen, das auf jedem Laptop und Telefon läuft. Auf einem Messebildschirm läuft der Film in Schleife.

Wie ein Projekt abläuft

  1. Erstgespräch (kostenlos): Welche Anlage, wer soll damit lernen, wo wird es gezeigt.
  2. Unterlagen sichten: Datenblatt, Betriebsanleitung, Fotos, dazu ein Gespräch mit jemandem, der die Anlage täglich bedient.
  3. Figur zeichnen: Wir bauen die Anlage nach und legen fest, welche Schritte und Werte sie zeigt. Jeder Wert bekommt eine Quelle oder wird als Annahme markiert.
  4. Abnahme durch euch: Eure Fachleute prüfen Ablauf und Zahlen, wir korrigieren.
  5. Film schneiden: Aus der fertigen Figur entsteht der Erklärfilm, vertont und in den Formaten, die ihr braucht.
  6. Übergabe: Figur als einzelne Datei für euer Intranet oder eure Website, Film als MP4, Quellenliste dazu.

Was wir nicht versprechen

  • Keine fertige Unterweisung. Wir liefern das Material. Was in eurer Unterweisung steht und wer sie durchführt, legt ihr fest.
  • Keine Herstellerangaben, die wir nicht gesehen haben. Wo ein Datenblatt fehlt, steht in der Quellenliste, dass ein Wert geschätzt ist.
  • Kein Ersatz für die Betriebsanleitung. Die Figur erklärt den Ablauf, sie ist keine Bedienvorschrift.

Wie wir Filme sonst produzieren, steht auf der Seite zur KI-Video-Produktion. Was wir für Entsorger und Recyclingbetriebe außerdem bauen, findet ihr unter Kreislaufwirtschaft.

Klingt nach eurem Fall? In 30 Minuten wisst ihr, ob Visual Learning für Anlagen passt.

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Häufige Fragen

Was ist Visual Learning?

So nennen wir Lernmaterial, das eine Anlage beim Arbeiten zeigt statt sie zu beschreiben. Bei uns sind das zwei Dinge, die aus derselben Grundlage entstehen: eine interaktive Figur der Maschine, die man im Browser Schritt für Schritt durchklickt, und ein kurzer Erklärfilm, der denselben Ablauf in unter einer Minute erzählt.

Ersetzt so eine Figur die Sicherheitsunterweisung?

Nein. Nach § 12 Absatz 1 Arbeitsschutzgesetz muss die Unterweisung eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich ausgerichtet sein, und nach § 4 der DGUV Vorschrift 1 mindestens einmal jährlich stattfinden und dokumentiert werden. Wer unterweist, Inhalt und Nachweis bleiben bei euch. Figur und Film sind Material dafür: Sie zeigen, wo der Stempel fährt und wo die Drähte laufen, bevor jemand an der echten Maschine steht.

Muss die Anlage dafür stillstehen oder vermessen werden?

Nein. Wir arbeiten mit Datenblättern, Betriebsanleitung, Fotos und einem Gespräch mit jemandem, der die Anlage kennt. Was wir nicht belegen können, zeichnen wir als Annahme und schreiben das in die Quellenliste.

Ist die Ballenpresse auf dieser Seite eine echte Maschine?

Sie ist eine erfundene Presse ohne Marke. Ihre Werte stammen aus Datenblättern echter Kanalballenpressen der 50-Tonnen-Klasse, die Quellen liegen offen neben der Figur. Werte, die nur der Zeichnung dienen, etwa der Kolbendurchmesser, sind dort als Spielwerte markiert.

Ist bei euren Erklärfilmen KI im Spiel?

Bei der Vertonung ja, die Stimme entsteht mit ElevenLabs, und das schreiben wir zum Film dazu. Die Figur selbst ist gezeichnet und gerechnet, kein generiertes Bild. Personen erfinden wir nicht.

Passt das zu eurem Projekt?

30-Minuten-Erstgespräch — wir hören eurem Use-Case zu und sagen klar, ob Visual Learning für Anlagen der richtige Hebel ist oder etwas anderes besser passt.

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