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KKrynex Labs
Spezialisierung · Vision

KI-Videoanalyse für CCTV, Industrie und Handel

Wir bauen Videoanalyse, die im Betrieb aushält: Objekte erkennen, über Frames hinweg verfolgen, Zonen bewachen, Kennzeichen lesen. Gerechnet wird auf einem Knoten bei euch im Haus, damit der Videostrom das Gelände nicht verlässt.

Erkennen und VerfolgenZonen & EreignisseRechnen im Haus
Kamera 04 · Hofeinfahrt · 25 fps INFERENZ VOR ORT
Sperrzone A
Person · 0.94 · ID 118
Person · 0.88 · ID 119
Lkw · 0.91 · ID 077C-KX 2026
Person · 0.90 · ID 121 · ZONE
H.264 · 1920×1080im Haus
Inferenz je Bild
≈ 12 ms
kleines Modell, 640 px, TensorRT
Bilder je Stream
8 / s
reicht für Zonen und Verweildauer
Streams je Knoten
6
bei diesem Modell und dieser Rate
Ereignisse je Stunde
3
aus rund 4.000 Erkennungen

Schematische Darstellung der Pipeline mit Beispielwerten, keine Kundenaufnahmen. Wie viele Streams ein Knoten trägt, hängt an Modell, Auflösung und Bildrate und wird an eurem Material gemessen.

Vom Pixel zum Vorgang

Erkennen ist der leichte Teil.

Ein Modell, das Personen findet, ist heute Standardware. Der Aufwand steckt danach: aus tausenden Erkennungen pro Stunde die Handvoll Ereignisse herauszuholen, die jemanden interessieren, und den Rest wegzufiltern, bevor er als Alarm bei einer Leitstelle landet.

  • 1Detection Objekte je Frame, mit Konfidenz.
  • 2Tracking Dieselbe Person über Frames hinweg, mit ID.
  • 3Regel Zone betreten, Verweildauer, Richtung, Gegenstand abgelegt.
  • 4Ereignis Erst hier entsteht etwas, das ein Mensch sehen muss.
Vor Ort oder in der Cloud

Wo das Bild verarbeitet wird, entscheidet fast alles.

Knoten vor Ort · Bild bis Ereignis≈ 0,2 s
Enthält Kamera, Encoder, Netz und Modell. Das Bild bleibt im Haus.
Über eine Cloud · Bild bis Ereignis0,5 – 1 s
Dazu Upload, Umlauf und Warteschlange, und der Videostrom geht nach draußen.

Für Zutritt und alles, worauf jemand reagieren soll, rechnen wir vor Ort. Die Cloud bleibt für Auswertungen über Wochen, wo eine Sekunde mehr nichts kostet.

Videoüberwachung hängt längst, der Monitorraum ist nicht das Problem

In den meisten Betrieben, die uns dazu ansprechen, hängen die Kameras seit Jahren. Aufgezeichnet wird auch. Was fehlt, ist der Schritt davor: Jemand müsste dauerhaft hinsehen, damit die Aufnahme im Moment des Geschehens etwas nützt. Genau das leistet niemand über acht Stunden, und deshalb wird Video in der Praxis fast nur rückwärts benutzt, wenn ohnehin schon etwas passiert ist.

Videoanalyse dreht das um. Der Rechner schaut durchgehend hin und meldet sich nur, wenn eine Regel verletzt wird, die ihr vorher festgelegt habt. Der Rest bleibt ungesehen, und das ist beabsichtigt.

Vier Aufgaben, um die es fast immer geht

Zutritt und Sperrzonen. Betritt jemand einen Bereich, in dem er nichts verloren hat, gibt es ein Ereignis mit Bildausschnitt und Zeitstempel. Nicht bei jeder Bewegung, sondern erst nach einer Mindestverweildauer, sonst löst jeder Vogel aus.

Arbeitssicherheit als zusätzliche Warnebene. Person im Fahrweg eines Staplers, fehlende Schutzausrüstung an einer festgelegten Station. Das ist eine Warn- und Auswertungsebene, kein Ersatz für Schutztür, Lichtgitter oder Not-Halt: Eine Kamera-KI ist kein Sicherheitsbauteil. Und weil hier Beschäftigte im Bild sind, bauen wir es nur mit Betriebsvereinbarung, ohne Personenbezug im Ereignis und mit Löschung des Bildmaterials nach der Auswertung.

Handel und Besucherströme. Wie viele Menschen kommen herein, wo bleiben sie stehen, welche Fläche wird nie betreten. Für diese Auswertung braucht niemand Gesichter, es reichen anonyme Punkte auf einem Grundriss.

Tore, Rampen, Logistik. Kennzeichenerkennung an der Einfahrt, Abgleich mit der Anlieferliste, Standzeit je Rampe. Hier zahlt sich Videoanalyse am schnellsten aus, weil sie eine ohnehin geführte Liste automatisch füllt.

Warum wir vor Ort rechnen

Video ist schwer. Eine Full-HD-Kamera liefert je nach Codec zwei bis sechs Megabit pro Sekunde, 24 davon sind schnell ein dreistelliger Megabit-Bereich, und den schiebt niemand gern dauerhaft in eine fremde Cloud. Dazu kommt die Zeit zwischen Bild und Meldung: Auf einem Knoten vor Ort liegt sie bei wenigen Zehntelsekunden, über eine Cloud kommen Encoding, Upload, Umlauf und Warteschlange dazu. Für eine Wochenauswertung ist das gleichgültig, für eine Warnung an einen Staplerfahrer nicht.

Der dritte Grund ist der wichtigste. Was das Gelände nie verlässt, braucht keinen Drittlandtransfer und hängt an keiner fremden Löschroutine. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es trotzdem, mit uns, für Wartung und Fernzugriff. Er fällt nur deutlich kürzer aus, wenn das Bild im Haus bleibt.

Datenschutz gehört an den Anfang, nicht ans Ende

Videoüberwachung ist rechtlich schon ohne KI kein Selbstläufer. Kommt eine Analyse dazu, werden Zweckbindung und Transparenz strenger, nicht lockerer. Wir bauen deshalb von vornherein so, dass sich die Anlage verteidigen lässt: ein klarer Zweck je Kamera, kurze Aufbewahrung, Ereignisse statt Dauerspeicherung, und wo es geht Verpixelung direkt auf dem Knoten, bevor irgendetwas geschrieben wird. Biometrische Identifizierung bauen wir nicht, auch nicht auf Wunsch. Ob euer Fall überhaupt in die scharfe Kategorie fällt, steht in unserer Übersicht zum Hochrisiko-KI-System.

Wie so ein Projekt abläuft

Am Anfang steht kein Modell, sondern Material. Wir sehen uns echte Aufnahmen an, bei Tag und bei Nacht, und sagen ehrlich, was damit erkennbar ist. Danach läuft ein Pilot an einer einzigen Kamera, lange genug für belastbare Zahlen zu Fehlalarmen. Erst wenn die stimmen, kommt der Ausbau auf die restlichen Kameras und die Anbindung an eure Leitstelle oder euer VMS.

Der Aufwand hängt an der Zahl der Kameras und daran, ob Standardklassen wie Person und Fahrzeug reichen oder ob wir für euer Teil, euer Etikett, euren Prozess ein eigenes Modell trainieren müssen. Was davon bei euch zutrifft, klären wir im Erstgespräch, bevor irgendjemand über Hardware redet.

Wann ihr uns dafür nicht braucht

Ein Termin, der beiden Seiten nichts bringt, ist teurer als eine ehrliche Zeile hier.

  • Gesichtserkennung und andere biometrische Identifizierung. Für Betriebe scheitert das schon an Art. 9 DSGVO, nach EU AI Act ist es Hochrisiko, und Emotionserkennung am Arbeitsplatz ist dort ausdrücklich verboten. Wir bauen nichts davon.
  • Sicherheitsfunktionen an Maschinen. Eine Kamera-KI ersetzt weder Schutztür noch Lichtgitter noch Not-Halt, und sie ist kein Sicherheitsbauteil nach ISO 13849.
  • Leistungskontrolle von Beschäftigten. Wo Menschen im Bild sind, arbeiten wir nur mit Betriebsvereinbarung und ohne Personenbezug im Ereignis.
  • Wenn bereits eine fertige VCA-Funktion im vorhandenen VMS reicht. Dann sagen wir das und ihr spart das Projekt.
  • Kameras, deren Bildqualität, Winkel oder Beleuchtung das Problem sind. Erst Optik, dann Modell.

Häufige Fragen

Was ist Video-Content-Analyse (VCA) überhaupt?

VCA heißt, dass ein Rechner den Videostrom laufend auswertet, statt dass ein Mensch auf Monitore schaut. Ein Modell erkennt in jedem Bild Objekte, ein Tracker verbindet diese Erkennungen über die Zeit zu einem Weg, und darüber liegen die eigentlichen Regeln: Person in Sperrzone, Fahrzeug länger als zehn Minuten an der Rampe, Gegenstand abgestellt und liegen geblieben. Erst diese Regel erzeugt ein Ereignis, das jemanden erreicht.

Muss der Videostrom dafür in eine Cloud?

Nein, und wir raten in aller Regel davon ab. Wir rechnen auf einem Knoten bei euch im Haus, typischerweise Jetson-Klasse für ein paar Kameras oder ein GPU-Server für größere Anlagen. Nach außen geht dann höchstens das Ereignis mit ein paar Metadaten, nicht das Bild. Das spart Bandbreite, hält die Zeit zwischen Bild und Meldung kurz und lässt in der Datenschutzfolgenabschätzung die Kapitel zu Drittland und Dienstleisterkette entfallen.

Wie viele Kameras schafft ein Edge-Knoten?

Das hängt an Modell, Auflösung und daran, wie viele Bilder pro Sekunde wirklich nötig sind. Für Zonenüberwachung reichen oft fünf bis zehn Bilder pro Sekunde statt der vollen 25, dann trägt ein Jetson-Knoten mehrere Streams gleichzeitig. Für schnelle Vorgänge an einer Förderstrecke sieht das anders aus. Wir messen das an eurem Material, statt eine Zahl aus einem Datenblatt zu übernehmen.

Ist KI-Videoüberwachung mit der DSGVO vereinbar?

Videoüberwachung braucht auch ohne KI eine Rechtsgrundlage und eine dokumentierte Interessenabwägung, für Betriebe in der Regel Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO; sind Beschäftigte betroffen, kommen § 26 BDSG und die Mitbestimmung des Betriebsrats dazu. Die Analyse ändert daran nichts Grundsätzliches, verschärft aber die Anforderungen an Zweckbindung, Transparenz und Löschfristen. Praktisch heißt das: klarer Zweck je Kamera, Hinweisbeschilderung, kurze Aufbewahrung, Verarbeitung im eigenen Haus, und wo möglich Verpixelung von Gesichtern direkt im Knoten. Wichtig zur Einordnung: Ein Bild mit Menschen bleibt personenbezogen, auch wenn am Ende nur ein Zähler steht, und Kennzeichen sind es immer. Wir liefern die technische Seite und die Dokumentation dazu, die Freigabe holt ihr euch bei eurem Datenschutzbeauftragten.

Fällt KI-Videoanalyse unter den EU AI Act?

Kommt auf die Funktion an. Zählen, Zonen und Objekterkennung sind dort in der Regel unkritisch. Biometrische Fernidentifizierung dagegen steht in Anhang III und ist damit Hochrisiko, Emotionserkennung am Arbeitsplatz ist nach Art. 5 verboten, und das Bewerten von Beschäftigten fällt ebenfalls in die Hochrisiko-Kategorie. Wir bauen die kritischen Varianten nicht und sagen im Erstgespräch, auf welcher Seite der Linie euer Fall liegt.

Können wir unsere vorhandenen Kameras weiterverwenden?

Meistens ja, solange sie einen RTSP-Stream liefern und Bildqualität, Winkel und Ausleuchtung zum Zweck passen. Der häufigste Grund für schlechte Erkennung ist nicht das Modell, sondern eine Kamera, die zu hoch, zu schräg oder gegen das Licht hängt. Zwei Punkte werden dabei gern übersehen: Nachts schalten die meisten Kameras auf Infrarot und Schwarzweiß, und ein Modell, das nur Tagesaufnahmen kennt, wird dort spürbar schlechter. Und für Kennzeichen reicht eine normale Überwachungskamera fast nie, dafür braucht es eine ANPR-taugliche Kamera mit kurzer Belichtungszeit. Deshalb sichten wir vor jedem Angebot Aufnahmen aus beiden Zuständen.

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