# Gasflaschen in der Müllverbrennung: Schäden, Kosten, Abhilfe

> Warum Gasflaschen und Lachgaskartuschen im Kessel bersten, was ein Schaden kostet, was seit April 2026 gilt und was Anlagen an der Kippstelle tun können.

Quelle: https://www.krynexlabs.de/wissen/gasflaschen-muellverbrennung/
Stand: 2026-09-29
Anbieter: Krynex Labs UG (haftungsbeschränkt) i. G., Chemnitz · https://www.krynexlabs.de

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Entsorgung & Kreislaufwirtschaft

# Gasflaschen in der Müllverbrennung: was passiert, was es kostet, was hilft

 

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Eine Gasflasche im Restmüll ist nach dem Abkippen im Bunker verschwunden und birst später auf dem Rost. Sichtbar ist sie nur beim Abkippen. Der Film zeigt, wie eine KI-Kamera sie dort erkennt, Leitstand und Kran warnt und das Verladen stoppt, und warum keine Kamera sieht, was verdeckt im Abfall liegt. Zahlen mit Quelle: BSR laut Tagesspiegel/dpa, ITAD.

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Wie eine Gasflasche in den Kessel kommt. Und wo man sie vorher sieht. Ein Lkw kippt Restmüll ab. Darin: eine Gasflasche. Im Bunker ist sie verschwunden. Mit der nächsten Ladung greift der Kran sie in den Trichter. Auf dem Rost birst die Flasche. Bis zu 50 Explosionen in der Woche durch Lachgaskartuschen, Müllheizkraftwerk Berlin-Ruhleben, September 2025. Quelle: BSR laut Tagesspiegel/dpa, 24.09.2025. Schnell mehr als 100.000 € Folgekosten je Schaden durch Lachgas-Explosionen. Quelle: ITAD, Lachgas-Explosionen in TAB, abgerufen am 29.09.2026. Zurück an die Kippstelle. Beim Abkippen ist sie noch sichtbar. Was verdeckt im Abfall liegt, sieht keine Kamera. Gasflasche. Das System meldet den Fund live. Kranfahrerkanzel. Leitstand. Warnung: Gasflasche an der Kippstelle. Verladen gestoppt. Prüfen. Der Leitstand prüft nach und entscheidet, was weiter passiert. Zugleich im Leitstand und am Kran: Rundumleuchte und Hupe. Der Kran stoppt, die Flasche kommt raus. Störstoffe. Zu jedem Fund ein Beleg. Bild des Fundes. Zeit und Kippstelle. Wiegedatensatz der Anlieferung. Bilder und Modell bleiben bei Krynex, die Anlage bekommt Hinweis, Bild, Auswertung und Signal. Beleg. Anlieferungen. Angesehen: Stichproben. Angesehen: jede Anlieferung. Die Kamera sieht, was beim Abkippen sichtbar ist. Das System meldet es, bevor es in den Kessel geht. krynexlabs.de/spezialisierungen/stoerstofferkennung-muellbunker

## Kurz gesagt

Nicht vollständig entleerte Gasflaschen und Lachgaskartuschen bersten auf dem Rost, weil der Druck bei bis zu 1.000 °C steigt und der Stahl an Festigkeit verliert. Die Splitter beschädigen Roste, Ausmauerung und Wärmeübertrager, ein Kessel steht dann oft tagelang. Nach Angaben der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen (ITAD) kostet ein einzelner Schaden schnell über 100.000 Euro. Seit dem 12. April 2026 sind Lachgasbehälter über 8,4 Gramm für Privatleute verboten, das Problem im Restmüll ist damit aber nicht verschwunden.

## Warum eine Gasflasche auf dem Rost birst

Eine Druckgasflasche ist für Raumtemperatur gebaut. Im Kessel eines Müllheizkraftwerks passiert zweierlei gleichzeitig: Der Restinhalt dehnt sich aus, und die Flaschenwand wird schwächer. Die ITAD beschreibt das für Lachgaskartuschen so: „Bei Temperaturen auf dem Kesselrost von bis zu 1.000 C° dehnt sich das Lachgas in der Kartusche immer weiter aus“, zwischen 600 und 1.000 °C kann sich das Gas zusätzlich zersetzen, und „gleichzeitig nimmt die Zugfestigkeit des Kartuschenstahls mit der steigenden Temperatur immer weiter ab. Deswegen reichen schon geringe Restmengen“ ([ITAD, Lachgas-Explosionen in TAB](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)).

Die Kartuschen, um die es dabei meist geht, fassen 600 bis 2.000 Gramm und wiegen leer bis zu zwei Kilogramm. Beim Bersten fliegen sie oder ihre Bruchstücke durch den Feuerraum und beschädigen nach ITAD Verbrennungsroste, die Feuerfestausmauerung und die wasserführenden Wärmeübertrager, dazu unter Umständen Schaugläser ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)). Der Abfallwirtschaftsbetrieb München schildert die Folge im Betrieb: Die Druckwellen lösen automatische Schutzabschaltungen aus, und einzelne Kessel müssen „über mehrere Tage außer Betrieb genommen und repariert werden“ ([AWM, Pressemeldung vom 7. August 2025](https://www.awm-muenchen.de/fileadmin/Dateien_pdfs/presse/Presse_2025/08_07_Lachgas_Entsorgung_.pdf)).

Das Prinzip gilt für jeden Druckbehälter mit Restinhalt, also auch für Propan- oder Campinggasflaschen. Der Bremer Senat spricht allgemein von „nicht restentleerter Gasdruckbehälter“ und weist auf scharfkantige Splitter als Risiko für das Personal hin ([Mitteilung des Senats vom 08.04.2025](https://www.rathaus.bremen.de/sixcms/media.php/13/20250408_top%206_Schaeden_durch_Lachgaskartuschen.pdf)). Wie oft Propan- oder CO2-Flaschen im Kessel landen, erfasst nach unserem Kenntnisstand niemand öffentlich. Die verfügbaren Zahlen betreffen fast alle Lachgas.

## Wie häufig das vorkommt

Belastbare bundesweite Zahlen gibt es nicht, und die ITAD sagt das selbst: Eine eindeutige Zuordnung von Explosionen zu Lachgasflaschen sei „nicht immer möglich, da Schäden teilweise erst in den Revisionsstillständen sichtbar werden“, man müsse von einer hohen Dunkelziffer ausgehen ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)). Was es gibt, sind Umfragen, Verbandsauswertungen und Angaben einzelner Betreiber.

**Umfrage unter den Mitgliedsanlagen.** Bei einer ITAD-Umfrage im Frühjahr 2024 gaben 57 Prozent der Anlagen an, in den letzten zwölf Monaten vermehrt Explosionen in den Kesseln verzeichnet zu haben. 45 Prozent berichteten zugleich von mehr Schäden ([ITAD, Pressemitteilung vom 14.11.2025](https://www.itad.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/itad-begruesst-bundestags-beschluss-zu-lachgas-verbot)). Einzelne Anlagen verzeichneten bis zu zehnmal mehr Überdruckereignisse als zwei Jahre zuvor ([ITAD, Pressemitteilung vom 02.07.2025](https://www.itad.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/bundeskabinett-fuer-lachgas-verbot-interessengemeinschaft-thermischer-abfallbehandlungsanlagen-fordert-ergaenzendes-pfandsystem-fuer-grosse-kartuschen)). In Deutschland gibt es rund 100 thermische Abfallbehandlungsanlagen, über 90 davon sind ITAD-Mitglied ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)).

**Verlauf bis 2026.** Die ITAD wertet die Explosionen in 16 Anlagen laufend aus. Danach stiegen sie von 2021 bis zum Verbot um fast 600 Prozent, der April 2026 war der explosionsstärkste April seit Beginn der Aufzeichnungen. Seitdem gehen die Zahlen zurück, der Juli 2026 war der ruhigste Monat seit August 2023. Ob das hält, ist offen, denn im Winter landen üblicherweise mehr Kartuschen im Hausmüll ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)).

**Berlin, Müllheizkraftwerk Ruhleben.** Hier ist die Lage am besten dokumentiert. Laut Berliner Senat stieg die Zahl der Überdruckereignisse in den Kesseln ab Mitte 2023 von durchschnittlich unter 20 auf bis zu 150 im Monat (Stand Mai 2024), mit ungeplanten Stillständen zuletzt Anfang Oktober 2024 ([Antwort auf die Schriftliche Anfrage 19/20465 vom 18.10.2024](https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-20465.pdf)). Die BSR fand in Spitzenzeiten bis zu 250 Lachgaskartuschen am Tag ([BSR, 24.10.2024](https://www.bsr.de/bsr-informiert-ueber-entsorgungsvorgaben-fuer-lachgaskartuschen)), 2025 waren es rund 125 am Tag ([BSR, 24.09.2025](https://www.bsr.de/unlustiger-schnueffelstoff-folgen-des-lachgaskonsums-fuer-gesundheit-umwelt-und-entsorgungswirtschaft)). Der Leiter der Thermischen Abfallbehandlung sprach im September 2025 von „bis zu 50 Explosionen in der Woche in der Kesselanlage“ ([Tagesspiegel/dpa, 24.09.2025](https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-mullentsorger-schlagen-alarm-lachgas-flaschen-explodieren-in-der-verbrennungsanlage-14379236.html)).

**Herten, Ruhrgebiet.** Die AGR meldete im August 2025: „Fast jede Woche gibt es bei uns im RZR in Herten Ereignisse durch falsch entsorgte Lachgaskartuschen.“ Eine Anlage musste bereits wegen der Verpuffungen abgefahren werden ([AGR, Pressemitteilung vom 31.08.2025](https://www.agr.de/darkpage/presse/pressemitteilungen/presse-detailansicht-1/gefaehrliche-entsorgung-von-lachgas-kartuschen-explosionsrisiko-in-muellverbrennungsanlagen-und-sammelfahrzeugen-1/)).

**Mainz, Juli 2026.** Nicht jeder Fall ist Lachgas und nicht jeder spielt sich im Kessel ab. Am Mittwoch, dem 29. Juli 2026, explodierte im Müllheizkraftwerk auf der Ingelheimer Aue eine Gasflasche, die mit dem Sperrmüll angeliefert worden war, in der Sperrmüllschere. Die Löschanlage der Schere dämmte den Brand ein, die Feuerwehr löschte den Rest, die Anlage lief danach wieder ([SWR, 30.07.2026](https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/gasflasche-sorgt-fuer-brand-in-mainzer-muellheizkraftwerk-100.html)). Laut Berichterstattung war es eine Propangasflasche, verletzt wurde niemand ([newstime/Merkurist, 30.07.2026](https://newstime.joyn.de/themen/panorama/mainz-gasflasche-loest-explosion-im-muellheizkraftwerk-aus-162285)).

Zur Einordnung gehört auch die Gegenstimme: Der Bremer Senat schrieb im April 2025, Schäden an Kesselanlagen könnten „weitestgehend durch die robuste Bauweise verhindert werden“, eine Abschaltung durch Lachgaskartuschen habe es dort bis dahin nicht gegeben ([Senat Bremen, 08.04.2025](https://www.rathaus.bremen.de/sixcms/media.php/13/20250408_top%206_Schaeden_durch_Lachgaskartuschen.pdf)). Wie stark eine Anlage betroffen ist, hängt offenbar von Region und Einzugsgebiet ab.

## Was ein Schaden kostet

Die ITAD nennt für Betriebsunterbrechung, Reparatur und steigende Versicherungskosten Folgekosten, die „pro Schaden schnell 100.000 € überschreiten“ können. Sie legt eine Beispielrechnung für einen mittleren Kessel mit 400 Tonnen Tagesdurchsatz bei, der wegen eines Rostschadens ausfällt ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)):

| Posten | Annahme der ITAD | Betrag |
| --- | --- | --- |
| Abfahren und Abkühlen | 18 Stunden |  |
| Schadensermittlung und Reparatur | 42 Stunden |  |
| Anfahren | 12 Stunden |  |
| Ausfall gesamt | 72 Stunden |  |
| Entgangene Abfallannahme | 100 €/Mg | ca. 120.000 € |
| Entgangener Strom | 450 kWh/Mg, 92 €/MWh | ca. 50.000 € |
| Entgangene Wärme | 1.140 kWh/Mg, 15 €/MWh | ca. 20.000 € |
| Reparatur, Ersatzteile, Umlenkung der Abfälle |  | nicht beziffert |

Allein der Umsatzausfall liegt in dieser Rechnung bei rund 190.000 Euro, bevor ein Ersatzteil bezahlt ist. Die Kosten landen am Ende bei den Gebührenzahlern, schreibt die ITAD.

Aus dem Betrieb gibt es wenige veröffentlichte Beträge. In Berlin fielen bis Mitte September 2025 im Müllheizkraftwerk 760 Betriebsstunden wegen Schäden durch Lachgasexplosionen aus ([BSR, 24.09.2025](https://www.bsr.de/unlustiger-schnueffelstoff-folgen-des-lachgaskonsums-fuer-gesundheit-umwelt-und-entsorgungswirtschaft)). Den Schaden bezifferte die BSR für 2025 auf rund 4 Millionen Euro bei sieben Ausfällen der Kesselanlagen ([Tagesspiegel/dpa, 24.09.2025](https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-mullentsorger-schlagen-alarm-lachgas-flaschen-explodieren-in-der-verbrennungsanlage-14379236.html)). Für Hamburg nennt die ITAD mehrfache Explosionen „mit mehreren hundert Stunden Betriebsausfall und Schäden in Millionenhöhe“, obwohl die Abgabe an Minderjährige dort schon seit Januar 2025 verboten war ([ITAD, 14.11.2025](https://www.itad.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/itad-begruesst-bundestags-beschluss-zu-lachgas-verbot)).

## Was rechtlich gilt

**Lachgas seit dem 12. April 2026.** Das Gesetz zur Änderung des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes vom 7. Januar 2026 ist am 12. April 2026 in Kraft getreten ([BGBl. 2026 I Nr. 2, Artikel 2](https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/2/VO.html)). Lachgas (Distickstoffmonoxid) steht seitdem in Anlage 2 des Gesetzes. Für die Müllverbrennung ist die dort genannte Grenze entscheidend: Behälter mit mehr als 8,4 Gramm Füllmenge sowie mehr als zehn kleine Behälter je Verkaufsvorgang. Für solche Behälter verbietet § 3 Abs. 1 Nr. 1 unter anderem Handel, Inverkehrbringen, Erwerb und Besitz. Unabhängig von der Größe verboten sind Versandhandel und Automatenverkauf (Nr. 2), die Abgabe an unter 18-Jährige (Nr. 3) und Erwerb und Besitz durch unter 18-Jährige (Nr. 4). Ausgenommen sind nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 anerkannte Verwendungen „zu gewerblichen, industriellen oder wissenschaftlichen Zwecken“ ([NpSG, § 3 und Anlage 2](https://www.gesetze-im-internet.de/npsg/BJNR261510016.html)). Die ITAD liest das so, dass der Verkauf an Unternehmen einschließlich großer Kartuschen weiter erlaubt ist, und befürchtet, dass die großen Flaschen über diesen Weg im Umlauf bleiben ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)). Die Verbände VKU, BDE und ITAD fordern deshalb seit 2024 eine Pfandpflicht für Druckgasflaschen ab 200 Millilitern ([Verbände-Pressemitteilung vom 30.10.2024](https://www.itad.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/lachgas-nicht-nur-fuer-konsumenten-gefaehrlich-entsorgungsverbaende-fordern-pfandflicht-fuer-gaskartuschen)).

**Gasflaschen gehören nicht in den Restmüll.** Das regeln die Kommunen in ihren Abfallsatzungen. Die Allgemeine Abfallsatzung der Landeshauptstadt München etwa schließt „explosionsgefährliche Stoffe (z. B. Munition, Sprengkörper, Druckgasflaschen, Feuerwerkskörper)“ ausdrücklich von der städtischen Abfallentsorgung aus ([§ 3 Abs. 1 Nr. 2](https://stadt.muenchen.de/rathaus/stadtrecht/vorschrift/270/version5/0.html)). Die Stadt Mainz schreibt nach dem Vorfall im Juli 2026: „Auf keinen Fall jedoch dürfen Gasflaschen und Gaskartuschen im Hausmüll entsorgt werden“ ([Stadt Mainz, 30.07.2026](https://www.mainz.de/pressemeldungen/Mainz/2026/juli/gasflaschen-richtig-entsorgen)).

**Was die Anlage selbst tun muss.** Eine Pflicht zu Kameras an der Kippstelle gibt es nicht. § 3 Abs. 1 der 17. BImSchV verlangt vom Betreiber „alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Anlieferung und Annahme der Abfälle“, ausdrücklich vorgeschrieben ist dort als Technik nur eine Radioaktivitätserkennung für bestimmte Anlagen ([17\. BImSchV § 3](https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_17_2013/__3.html)). Welche Kontrollen darüber hinaus gelten, steht im Genehmigungsbescheid der jeweiligen Anlage.

## Wohin mit Gasflaschen und Kartuschen: Hinweise für Haushalte

Die Wege unterscheiden sich von Ort zu Ort. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrem kommunalen Entsorger nach. Einige Beispiele:

-   **Propan- und Campinggasflaschen, Wassersprudler-Zylinder:** zurück zum Fachhändler, oft beim Kauf einer neuen Flasche oder gegen Pfand. In Mainz nimmt außerdem die Schadstoffannahme im Entsorgungszentrum Nord in Budenheim haushaltsübliche Gasflaschen an ([Stadt Mainz](https://www.mainz.de/pressemeldungen/Mainz/2026/juli/gasflaschen-richtig-entsorgen)).
-   **Lachgaskartuschen in Berlin:** vollständig leer in die Wertstofftonne, nicht vollständig leer in den Handel oder zur Schadstoffannahme der Recyclinghöfe, kostenfrei in haushaltsüblichen Mengen ([BSR](https://www.bsr.de/bsr-informiert-ueber-entsorgungsvorgaben-fuer-lachgaskartuschen)).
-   **Lachgasflaschen in München:** Die Wertstoffhöfe mit Problemstoffannahme nehmen alle Einweg-Lachgasflaschen an, „egal ob voll oder leer“, kostenfrei ([AWM](https://www.awm-muenchen.de/fileadmin/Dateien_pdfs/presse/Presse_2025/08_07_Lachgas_Entsorgung_.pdf)).
-   **Nie** in die Restmülltonne, in öffentliche Papierkörbe oder in den Sperrmüll.

Ob eine Kartusche wirklich leer ist, lässt sich von außen kaum sagen. Und schon geringe Restmengen reichen für eine Explosion. Im Zweifel gehört sie deshalb zur Schadstoffannahme.

## Was Anlagen dagegen tun

**Aufklärung.** Betreiber, Städte und die ITAD haben Kampagnen gefahren, in Berlin gemeinsam mit der Fachstelle für Suchtprävention ([BSR, 24.09.2025](https://www.bsr.de/unlustiger-schnueffelstoff-folgen-des-lachgaskonsums-fuer-gesundheit-umwelt-und-entsorgungswirtschaft)). Die ITAD bilanziert nüchtern, dass trotz Flyern, Plakaten und Gesprächen „auch hier ein durchschlagender Erfolg“ ausblieb ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)).

**Abfallströme umlenken.** In Berlin gingen die Inhalte der Straßenpapierkörbe nach Angaben des Senats (Stand Oktober 2024) nicht mehr ins Müllheizkraftwerk, sondern in die Anlagen zur mechanisch-physikalischen Stabilisierung ([Senat Berlin, 18.10.2024](https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-20465.pdf)). Manche Anlagen haben im Sommer keine Abfälle aus Parkbehältern mehr angenommen, andere kontrollieren schon bei der Sammlung ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)). In Bremen nimmt die Straßenreinigung sichtbare Lachgasflaschen beim Leeren der Behälter heraus ([Senat Bremen](https://www.rathaus.bremen.de/sixcms/media.php/13/20250408_top%206_Schaeden_durch_Lachgaskartuschen.pdf)).

**Annahmekontrolle.** Hier liegt die Grenze der bisherigen Praxis. Die ITAD schreibt, dass an den Anlagen „aufgrund der Gegebenheiten“ nur eine stichprobenartige Begutachtung möglich ist, sodass „ein großer Teil der falsch entsorgten Kartuschen trotz erhöhtem Aufwand weiterhin in den Bunkern landet“ ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)).

**Kamera mit Bilderkennung an der Kippstelle.** Diesen Ansatz verfolgen wir. Beim Abkippen fällt das Material auseinander, und eine Flasche, die obenauf liegt, ist für einen Moment sichtbar. Eine Kamera sieht in diesem Moment jede Anlieferung, nicht nur eine Stichprobe. Ein Bildmodell erkennt die Form eines Druckbehälters und meldet den Fund dem Kranfahrer, bevor der Greifer zufasst. Die Grenzen gehören dazu: Was im Sack steckt oder unter anderem Abfall liegt, sieht keine Kamera. Und eine Kamera erkennt die Form eines Behälters, nicht, ob noch Gas darin ist. Sie ergänzt das Personal an der Kippstelle und ersetzt es nicht.

**Wärmebild und Brandfrüherkennung.** Das ist eine andere Aufgabe. Wärmebildkameras im Bunker suchen Glutnester und heiße Stellen. Eine Gasflasche, die kalt angeliefert wird, fällt dort nach unserer Einschätzung nicht auf. Beide Systeme ergänzen sich, keines ersetzt das andere, und die Brandfrüherkennung mit Anerkennung Ihres Versicherers bleibt, wo sie ist. Wie man vorhandene Wärmebildkameras zusätzlich auswerten kann, beschreiben wir auf der Seite zur [KI-Brandfrüherkennung](https://www.krynexlabs.de/spezialisierungen/ki-brandfrueherkennung/).

## Häufige Fragen

### Warum explodiert eine Lachgaskartusche, wenn sie doch fast leer ist?

Weil wenig reicht. Nach der ITAD dehnt sich der Rest bei bis zu 1.000 °C auf dem Rost aus, und gleichzeitig verliert der Stahl an Zugfestigkeit, „deswegen reichen schon geringe Restmengen in den Lachgasflaschen, damit es zu einer Explosion kommt“ ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)).

### Hat das Lachgas-Verbot das Problem gelöst?

Noch nicht absehbar. Die ITAD sieht seit April 2026 sinkende Zahlen, der Juli 2026 war der ruhigste Monat seit August 2023. Sie will aber erst nach dem Winter urteilen, weil dann üblicherweise mehr Kartuschen im Hausmüll landen ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)). Der gewerbliche Einsatz bleibt nach § 3 Abs. 2 NpSG erlaubt ([NpSG](https://www.gesetze-im-internet.de/npsg/BJNR261510016.html)), und Propan-, Camping- oder CO2-Flaschen betrifft das Gesetz ohnehin nicht.

### Was kostet eine Explosion im Kessel?

Nach ITAD schnell über 100.000 Euro je Schaden. Die Beispielrechnung des Verbands für einen mittleren Kessel kommt bei 72 Stunden Stillstand allein auf rund 190.000 Euro entgangene Einnahmen aus Abfall, Strom und Wärme, die Reparatur kommt noch hinzu ([ITAD](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab)). Die BSR bezifferte ihren Schaden 2025 auf rund 4 Millionen Euro ([Tagesspiegel/dpa](https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-mullentsorger-schlagen-alarm-lachgas-flaschen-explodieren-in-der-verbrennungsanlage-14379236.html)).

### Muss eine Müllverbrennungsanlage Gasflaschen bei der Annahme herausfiltern?

Eine ausdrückliche Pflicht zur Kontrolle auf Gasflaschen enthält die 17. BImSchV nicht. Sie verlangt „alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen“ bei Anlieferung und Annahme ([17\. BImSchV § 3](https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_17_2013/__3.html)). Konkrete Auflagen können im Genehmigungsbescheid stehen. Die Abfallsatzungen schließen Druckgasflaschen von der kommunalen Entsorgung aus, etwa in München ([Allgemeine Abfallsatzung § 3](https://stadt.muenchen.de/rathaus/stadtrecht/vorschrift/270/version5/0.html)).

### Wohin mit einer alten Gasflasche oder Lachgaskartusche?

Gasflaschen zum Fachhändler oder zur Schadstoffannahme, nicht vollständig entleerte Lachgaskartuschen ebenfalls in den Handel oder zur Schadstoffannahme. Die Regeln sind örtlich verschieden: In Berlin dürfen vollständig leere Kartuschen in die Wertstofftonne ([BSR](https://www.bsr.de/bsr-informiert-ueber-entsorgungsvorgaben-fuer-lachgaskartuschen)), in München nehmen die Wertstoffhöfe mit Problemstoffannahme alle Einweg-Lachgasflaschen an ([AWM](https://www.awm-muenchen.de/fileadmin/Dateien_pdfs/presse/Presse_2025/08_07_Lachgas_Entsorgung_.pdf)). In den Restmüll gehört keine davon.

### Kann eine Kamera im Müllbunker Gasflaschen erkennen?

Wenn die Flasche sichtbar ist, ja. Am besten gelingt das an der Kippstelle, weil das Material dort auseinanderfällt. Flaschen in Säcken oder unter anderem Abfall sieht keine Kamera. Deshalb ist Bilderkennung eine zusätzliche Kontrolle, kein Ersatz für Aufklärung, Annahmekontrolle und Brandfrüherkennung.

## Wie wir Anlagen dabei unterstützen

Wir bauen Störstofferkennung für Müllheizkraftwerke, MVA und EBS-Kraftwerke: eine Kamera an der Kippstelle, oft eine, die Sie schon haben, und ein Bildmodell, das mit Aufnahmen aus Ihrer Anlage angelernt wird. Erkennung und Modell betreiben wir auf unseren Servern in Deutschland. Sie bekommen den Hinweis an Kranfahrer und Leitwarte, ein Bild zu jedem Fund, die Auswertungen und das Signal an Ihre Anlage, so wie Sie bei einer Wärmebildkamera den Alarm nutzen. Weil dafür Bilder aus Ihrer Anlage bei uns verarbeitet werden, schließen wir einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Wir beginnen mit einem Pilot an einer Kippstelle und vorher vereinbarten Messgrößen. Mehr dazu auf unserer Seite zur [Störstofferkennung im Müllbunker](https://www.krynexlabs.de/spezialisierungen/stoerstofferkennung-muellbunker/).

## Quellen

Alle Quellen am 29.09.2026 abgerufen.

-   ITAD: [Lachgas-Explosionen in Thermischen Abfallbehandlungsanlagen](https://www.itad.de/themen/lachgas-explosionen-in-tab) (Themenseite, Stand der Daten Juli 2026)
-   ITAD: [ITAD begrüßt Bundestags-Beschluss zu Lachgas-Verbot](https://www.itad.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/itad-begruesst-bundestags-beschluss-zu-lachgas-verbot), Pressemitteilung, 14.11.2025
-   ITAD: [Bundeskabinett für Lachgas-Verbot](https://www.itad.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/bundeskabinett-fuer-lachgas-verbot-interessengemeinschaft-thermischer-abfallbehandlungsanlagen-fordert-ergaenzendes-pfandsystem-fuer-grosse-kartuschen), Pressemitteilung, 02.07.2025
-   VKU, BDE, ITAD: [Lachgas: nicht nur für Konsumenten gefährlich](https://www.itad.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/lachgas-nicht-nur-fuer-konsumenten-gefaehrlich-entsorgungsverbaende-fordern-pfandflicht-fuer-gaskartuschen), Pressemitteilung, 30.10.2024
-   Bundesgesetzblatt: [Gesetz zur Änderung des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes vom 7. Januar 2026](https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/2/VO.html), BGBl. 2026 I Nr. 2
-   [Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG)](https://www.gesetze-im-internet.de/npsg/BJNR261510016.html), § 3 und Anlage 2
-   [17\. BImSchV § 3](https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_17_2013/__3.html)
-   Landeshauptstadt München: [Allgemeine Abfallsatzung](https://stadt.muenchen.de/rathaus/stadtrecht/vorschrift/270/version5/0.html), § 3
-   Abgeordnetenhaus Berlin: [Schriftliche Anfrage 19/20465 mit Antwort des Senats vom 18.10.2024](https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-20465.pdf)
-   Senat der Freien Hansestadt Bremen: [Mitteilung vom 08.04.2025 zur Großen Anfrage „Schäden durch Lachgaskartuschen“](https://www.rathaus.bremen.de/sixcms/media.php/13/20250408_top%206_Schaeden_durch_Lachgaskartuschen.pdf)
-   BSR: [BSR informiert über Entsorgungsvorgaben für Lachgaskartuschen](https://www.bsr.de/bsr-informiert-ueber-entsorgungsvorgaben-fuer-lachgaskartuschen), 24.10.2024
-   BSR: [Unlustiger Schnüffelstoff](https://www.bsr.de/unlustiger-schnueffelstoff-folgen-des-lachgaskonsums-fuer-gesundheit-umwelt-und-entsorgungswirtschaft), 24.09.2025
-   AWM München: [Pressemeldung zu Lachgasflaschen](https://www.awm-muenchen.de/fileadmin/Dateien_pdfs/presse/Presse_2025/08_07_Lachgas_Entsorgung_.pdf), 07.08.2025
-   AGR Gruppe: [Gefährliche Entsorgung von Lachgas-Kartuschen](https://www.agr.de/darkpage/presse/pressemitteilungen/presse-detailansicht-1/gefaehrliche-entsorgung-von-lachgas-kartuschen-explosionsrisiko-in-muellverbrennungsanlagen-und-sammelfahrzeugen-1/), 31.08.2025
-   Landeshauptstadt Mainz: [Gasflaschen richtig entsorgen](https://www.mainz.de/pressemeldungen/Mainz/2026/juli/gasflaschen-richtig-entsorgen), 30.07.2026
-   SWR: [Gasflasche sorgt für Brand in Mainzer Müllheizkraftwerk](https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/gasflasche-sorgt-fuer-brand-in-mainzer-muellheizkraftwerk-100.html), 30.07.2026
-   newstime/Merkurist: [Gasflasche löst Explosion im Müllheizkraftwerk aus](https://newstime.joyn.de/themen/panorama/mainz-gasflasche-loest-explosion-im-muellheizkraftwerk-aus-162285), 30.07.2026
-   Tagesspiegel/dpa: [Berliner Müllentsorger schlagen Alarm](https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-mullentsorger-schlagen-alarm-lachgas-flaschen-explodieren-in-der-verbrennungsanlage-14379236.html), 24.09.2025

## Dazu bei Krynex Labs

Leistung

KI-Bilderkennung in der Kreislaufwirtschaft

→ https://www.krynexlabs.de/spezialisierungen/kreislaufwirtschaft/

Leistung

Störstofferkennung im Müllbunker

→ https://www.krynexlabs.de/spezialisierungen/stoerstofferkennung-muellbunker/

Wissen

Störstofferkennung mit KI

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